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Es ist der 7. Januar 2009, als ich mich bei -13° C in mein Auto setze, um zum Engerser Schloss nach Neuwied zu fahren. Dort beginnt heute die „Princess for one Day“-Tour mit Guido Karp.
Die Vorbereitung
Dort angekommen warte ich gespannt darauf, dass es losgeht.
Zuerst erhalten wir eine kurze Einweisung über den Ablauf. Für besondere Erheiterung sorgte die wirklich eindringlich vorgebrachte Bitte der Organisatorin, dem Fotografen zu gehorchen und beim Shooting nicht zu sprechen. Anschließend wird das „Vorher-Foto“ geschossen.
Dann öffnen sich die Türen zum nächsten Saal und wir setzen uns.
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| La Garda Autorin Valeria Diefenbach, bevor sie zur Prinzessin wurde. |
Holger, der Master-Stylist stellt uns sein Team vor und erklärt, dass wir uns nicht erschrecken sollen, denn das Make-up, das aufgetragen wird, ist extra für das Fotoshooting und kein normales Tages-Make-up. Außerdem sagt er, dass die Haare kurz vorm Shooting nochmal extra zu Recht gemacht werden. Bei langhaarigen Frauen bedeutet dies, dass er alle Haare nach vorne holt, damit es voller aussieht, da ja ein Portraitfoto geschossen wird und der Hinterkopf niemanden interessiert.
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Die Auswahl an Make-up ließ keine Wünsche offen.
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Das Styling
Nachdem meine Stylistin Anna mich gefragt hat wie ich meine Haare haben möchte – wir einigen uns auf leichte Wellen – wickelt sie sie auf große heiße Lockenwickler und trägt anschließend eine Grundierung auf mein Gesicht auf, die die Unregelmäßigkeiten auf meiner Haut ausgleicht.
Concealer lässt leichte Augenschatten verschwinden und gibt meinem Gesicht einen sehr gleichmäßigen Teint.
Als nächstes wendet sich Anna meinen Augen zu. Sie beginnt mit hellem Lidschatten auf dem ganzen Lid. Da ich mich nicht oft schminke, legt sie ein relativ unauffälliges Make-up auf. Auf den hellen Lidschatten kommt dunkelbrauner Lidschatten dazu, den sie auch unter dem Auge aufträgt. Zum Schluss kommen noch Lidstrich und Wimperntusche, bevor das Make-up mit etwas Lipgloss und Rouge vervollständigt wird.
Jetzt werden die Haare frisiert und ich fasse es nicht, dass es nur 20 Minuten gedauert hat, mich so zu Recht zu machen.
Das Shooting
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| Master-Stylist Holger Weins legt vor dem Shooting noch ein letztes Mal Hand an. |
Bevor wir zu Guido Karp gehen, werden wir vom Master-Stylisten Holger nochmal unter die Lupe genommen. Als ich dann in den nächsten Raum geführt werde, bin ich schon etwas nervös, Guido Karp ist jedoch sehr locker und so verfliegt die Nervosität ganz schnell.
Ich nehme meine angewiesene Position ein und dann geht alles ganz schnell. Zuerst soll ich lächeln, dann die Zunge rausstrecken und danach an was Schönes denken. Das Ganze dauert nicht länger als 30 Sekunden und wir sind fertig.
Was mich erstaunte war, dass der Fotograf meinte, ich als Model würde das Tempo vorgeben. Je schneller ich umsetze was er mir sagt, desto schneller gebe es das perfekte Bild.
Warten auf das ErgebnisNach dem Shooting bekommen wir einen Sekt und warten auf die Bearbeitung und den Druck der Bilder. Währenddessen erzählt Guido Karp lustige Episoden von früheren Touren.
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| Guido Karp überbrückt die Wartezeit mit Anekdoten früherer Touren. |
Nach ca. 30 Minuten Wartezeit bekommen wir ein ausgedrucktes Bild und die CD, auf der sich das „Vorher-Foto“, das „Supermodel“-Foto in verschiedenen Versionen und die anderen Fotos der Serie (wie die Zungenfotos) als .pdf-Datei befinden.
20 strahlende Frauen verlassen nach drei Stunden den Workshop mit einem tollen Foto, einer tollen Erfahrung und der Gewissheit, dass auch „normale“ Frauen aussehen können wie ein „Supermodel“.
Wie melde ich mich an? |
Die Anmeldung erfolgt über www.princess-for-one-day.com.
Dort kann man Ort und Uhrzeit auswählen und wird dann direkt zum Anmeldeformular weitergeleitet.
Die Teilnahmegebühr beträgt 129 Euro und muss im Vorfeld überwiesen werden.
Männer können nicht teilnehmen. |
Im persönlichen Gespräch verrät mir Guido Karp, dass er diese Tour immer wieder gern macht. „Die Liebe und das Strahlen, mit dem die Frauen aus dem Workshop gehen, das gefällt mir besonders.“ sagt er und fährt fort: „Auch die Faszination, ungeübte Teilnehmerinnen in so einer Kürze zu „knacken“, begeistert mich. Die nächsten neun Wochen werden sehr anstrengend, da man wenig frei hat und die Workshops in den großen Städten schon ausgebucht sind. Diese Tour hier ist anstrengender als mit den Flippers auf Tour zu gehen.“ sagt Guido Karp lachend, isst sein Schinkenbrötchen auf und genießt die paar Minuten Ruhe, die er nun hat, bevor der nächste Schwung Prinzessinnen-Aspirantinnen kommt und verzaubert werden will.
Fazit
Alles in allem war dies ein toller Tag. Die Atmosphäre war super, die Visagistinnen waren gut gelaunt und motiviert. Der Rahmen ist mit maximal 24 Teilnehmerinnen nicht zu groß. Die Tatsache, dass man ein fertiges Bild mit nach Hause nimmt und die Bearbeitung viel Zeit braucht, führt dazu, dass es keine große Individualität bei den Fotos gibt. Aber das ist ein kleines Übel, denn alle Fotos sind schön.
Der Preis von 129 Euro erscheint anfangs sicher hoch, jedoch bekommt man wirklich eine ganze Menge für sein Geld. Ich würde es auf jeden Fall jederzeit wieder machen.
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Princess for one day. So sieht das fertige Bild aus.
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