La Garda - Fotografie • Models • Make-up
La Garda

   
Model-Reportage: Enttäuschung für Linda
Geschrieben von Rainer Kedzierski   
Mittwoch, 11 Juli 2007
holger22-1Voller Elan und Tatendrang hat Linda ihr Ziel, ein Profi- Model zu werden, nicht aus den Augen verloren. Ständig ist sie auf der Suche nach neuen Kontakten und Fotografen, mit denen sie zusammenarbeiten kann um sich weiter zu entwickeln.
trennlinie

Intensiv studiert sie dabei auch die verschiedenen Foren des Portals „Model-Kartei“. Den meisten Lesern dürfte dieses Internetportal für Models und Fotografen sicher bekannt sein.ws2


Bei ihrer Recherche, fand Linda eine Ausschreibung von Michael Krampnitz aus Koblenz, der einen Workshop von Portrait- bis Teilaktshooting ausgeschrieben hatte. Nicht gerade hoffnungsvoll bewarb sie sich als Model und wurde zu ihrer Überraschung recht schnell angenommen. Voller Vorfreude fuhr Linda mit der Bahn nach Koblenz, wo sie von der Freundin des Veranstalters in Empfang genommen wurde. So fuhren sie gemeinsam zum Studio des Veranstalters und Lindas Nervosität stieg von Kilometer zu Kilometer, den sie zurücklegten. „Was wird mich wohl erwarten“? dachte sie die ganze Zeit. Im Studio angekommen, war sie doch sehr über die Teilnehmer des Workshops verwundert. Irgendwie hatte sie sich „ältere“ Fotografen vorgestellt. Doch die herzliche Begrüßung von allen Anwesenden, beruhigten Linda und es wurde ein sehr angenehmer Tag. Viel Lob erhielt sie aufgrund ihres professionellen Verhaltens und ihrer Arbeitsweise und auch mit ein klein wenig Stolz, trat sie schließlich die Heimreise an.

Wer allerdings Profi- Model werden will, ruht sich natürlich nicht auf den „ersten Lorbeeren“ aus- so auch Linda nicht.

 

Zum ersten Mal

Beflügelt von der positiven Resonanz des Workshops, stürzte sie sich gleich wieder in die „ Kontaktbörse“ Model- Kartei. Etliche Sedcards von Fotografen wurden durchstöbert und gesichtet, bis Linda schließlich auf die SC von „Holger Beautyshootings.de“ stieß. Holger suchte Models für ein TfP- shooting mit Visagistin. Kurz nachgedacht und schon bewarb sie sich. Schließlich war es etwas Besonderes für Linda; ein Shooting sogar mit einer Visagistin.
Am vereinbarten Termin machte sich Linda auf den Weg zu den „Artlight Studios“ in Leichlingen und wurde dort von der Visagistin Anja S. für das Shooting vorbereitet. Linda war von ihrem „umstyling“ total begeistert und gespannt darauf, was nun der Fotograf mit ihr umsetzen würde. Schon eine Woche später erhielt Linda die Fotos des Shootings und sogar 10 Bilder davon auf DinA4 ausgedruckt. holger19Die Ergebnisse waren einfach überwältigend und Linda war erstaunt darüber, wie man eine Person verändern kann.

 

 Viele positive Rückmeldungen, aber ...

Es ging stetig aufwärts. Positive Feedbacks von allen Seiten und Linda wurde als Model immer öfter bestätigt. Schließlich bewarb sie sich bei „Model.de“ auf eine Pay-Ausschreibung für eine Dessouswerbung in Bremen. Nach der ersten telefonischen Kontaktaufnahme, wurden 500 Euro für das 3-tägige Shooting zuzüglich Spesen als Honorar vereinbart. Linda fiel „aus allen Wolken- ihr erster bezahlter Job und dann gleich soviel Honorar. Sie konnte es kaum glauben. Eine Woche vor dem Shooting rief sie die Agentur nochmals an, doch leider erreichte sie nur den Anrufbeantworter. Sie hinterließ eine Nachricht mit der Bitte um Rückruf. Drei Tage später versuchte sie es abermals und wieder erreichte sie nur den AB der Agentur. Zwischenzeitlich hatte sie sich für das Shooting Urlaub von ihrem Arbeitgeber genehmigen lassen und einen Tag vor dem vereinbarten Termin versuchte sie erneut, ihren damaligen Gesprächspartner zu erreichen. Auch diesmal erfolglos. Schwer enttäuscht und niedergeschlagen, fand sich Linda schweren Herzens damit ab, dass das Shooting wohl nicht stattfinden wird. „Wie kann man nur mit einem Model so in dieser Art und Weise umgehen?“ dachte sie erzürnt. So kam Linda auch zu einer Erfahrung, die sie sicher noch öfter erleben wird.

 


In unserer Reportage begleiten wir zwei Nachwuchsmodels auf ihrem Weg über längere Zeit und berichten, wie dieser von den ersten Anfängen an verläuft.


Kommentare (1)add comment
Hendrik (Fotograf): ...
Tja wie der Autor schon im Abschluss-Satz feststellte, war das eine Erfahrung, die man irgendwann einmal macht. Vor solchen Praktiken kann man sich mit einem Vertrag samt Ausfallhonorar bedingt schtzen. Wenn der Auftraggeber pleite ist, hilft einem nactrlich auch ein Vertrag nicht weiter. Bei Dauerkunden verzichte ich inzwischen auf solche Ausfallhonorare, bei Neukunden jedoch sage ich ohne diesen Passus im Arbeitsvertrag gar nicht erst zu.

LG Hendrik
1

report abuse
vote down
vote up
Juli 11, 2007
Stimmen: +0

Kommentar schreiben
kleiner | groesser

security image
Bitte den folgenden Code eintragen


busy