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La Garda

   
Satire Luigi&Lena: Nachtmanöver
Geschrieben von Luigi e Lena   
Donnerstag, 04 Oktober 2007
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Donnerstagabend in Manching (Bayern), Nähe des Flugsicherungsgeländes der WDT 61 (Bundeswehr). Lena und ich waren auf Landschaftsaufnahmen mit Mond und Nebel aus.
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Etwas abseits des Geländes mit Zufahrt auf öffentlicher Straße hatten wir uns postiert und mit Langzeitbelichtung gearbeitet. Keinerlei Schilder da, dass man das Gelände nicht betreten darf.
Das Gelände war frei zugänglich und gehört nicht mehr zum Flugsicherungsgelände, denn das eigentliche Gelände ist umzäunt. Es waren zwar noch einige Positionslichter in der Nähe, aber von denen hielten wir uns sicherheitshalber fern. Das eigentliche umzäunte Flugsicherungsgelände hatten wir im Rücken, das interessierte uns nicht.lundlgroo2

Plötzlich dröhnte von weit her ein Motor. Na toll, Bundeswehrjeep. Haben mal wieder Panik wegen zwei Fotografen. Das Auto hält am Parkplatz neben meinem Auto. Türen knallen, dann Stille.
Ui, mein Nummernschild wird bestimmt notiert. Wir standen weiterhin mitten im Feld im Nebel und experimentierten.

Dann hörten wir, wie der Jeep übers Feld in unsere Richtung raste. Mit Aufblendlicht!
Wie hat der uns so schnell gefunden? Ob die mit Nachtsichtgerät Jagd auf Fotografen machen?
lundl1grossDer Wagen bleibt seitlich von uns stehen und strahlt uns an, dass wir Angst haben, zu erblinden. Ein Herr von der Bundeswehr (oder vom Sicherungsdienst) steigt aus, fragt, was wir da machen und ob wir eine Aufnahmegenehmigung haben. Hätten wohl mal „Identifizieren Sie sich!“ sagen sollen.

Sollten wir denn die Landschaft fragen, ob wir sie aufnehmen dürfen bei frei zugänglichem Gelände ohne Warnschilder und Zaun? Wir hatten uns doch extra schlau gemacht, dass dieses Gebiet nicht mehr als Flugsicherungsgelände verzeichnet ist.
Mein Kumpel solle doch mal die Hände aus der Tasche nehmen, meinte der Herr von der Bundeswehr. Klar, wir sind ja gemeingefährliche Fotografen, die allen etwas Böses wollen. Vor allem der Bundeswehr.
Wir wurden aufgefordert, unsere Sachen zu packen und zu verschwinden, was wir natürlich sofort taten.
Also wieder durchs nasse Feld gestapft zum Auto und zu einem Weiher in der Nähe gefahren, um doch noch ein paar Fotos zu machen, doch dort angekommen, hören wir, wie plötzlich ein Hubschrauber aufsteigt und eine ganze Weile ohne Beleuchtung über uns kreist. Der Weiher liegt natürlich noch weiter vom eigentlichen Fluggelände entfernt, aber wir galten scheinbar immer noch als Gefahr.


Doch als wir am nächsten Tag die Bilder der Nacht sichteten, stellten wir fest, dass Dunkelheit, Kälte, Angst und Ärger sich gelohnt haben, denn die Bilder sind wenigstens klasse geworden.
 

 
 Fotos von www.pixelio.de
  

Kommentare (1)add comment
Jörg Jungbluth: ...
Da hattet ihr noch Glück gehabt, das ich nicht mehr beim Bund und nicht in der Einheit war. Sonst hätte es wieder gehiesen: " Der Oberfeld hat heute Nacht wieder Gefangene gemacht." Da habt ihr wohl die 3 Meilen Abstand nicht eingehalten.
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Oktober 16, 2007
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