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Guido Karp: Das Studio der Zukunft
Geschrieben von Gianfranco La Garda   
Dienstag, 04 März 2008
adf_karpklDer deutsche Starfotograf Guido Karp, rund um den Erdball unterwegs, um die Musikstars auf allen Bühnen im Bild festzuhalten, widmet sich auch anderen Projekten, bei denen er seiner Neugier und seiner Lust auf gute Fotos freien Lauf lassen kann.
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adf_stand Wir treffen Guido Karp gut gelaunt in seinem Büro in der Nähe von Koblenz. Sein Büro gleicht auf den ersten Blick eher einem Tonstudio, so viele Musikinstrumente stehen dort. Doch die großformatigen Fotos zeugen von Karps eigentlicher Profession. Wer Karp nicht kennt, der dürfte doch zumindest mit ziemlicher Sicherheit ein Foto von ihm zuhause haben, denn Karp ist einer der renommiertesten Konzertfotografen. Plattencover von Phil Collins bis Tokio Hotel stammen von ihm.

Neugier

Neben dieser Tätigkeit, die ihn immer wieder zwischen Los Angeles und Deutschland pendeln lässt, treibt ihn eine Neugier an, neue Projekte umzusetzen. Ob es die beeindruckende Aktion „Princess for one day“ auf der Photokina 2006 war, wo er zusammen mit Visagisten und seinem Team Frauen in kurzer Zeit schminkte und fotografierte und man einen Eindruck davon bekam, wie viel Schein und wie wenig Sein im Modebusiness stecken oder anders gesagt, wie schön auch vermeintlich „normale Frauen“ sind. Die gerade beendete Tour durch viele deutsche Städte setzte diesen Erfolg fort und an einer Fortsetzung wird schon gearbeitet: „Wir haben ein sehr interessantes Angebot erhalten“ verrät Karp, will aber weitere Details noch nicht verraten.adf

The Nudes

Auch mit seinem Buch „The Nudes – Photography with a Cyber-shot Mobile" erregte er Aufsehen, denn das eher durch Zufall auf der letzten Cebit geborene Projekt, das sich später zu diesem Buchprojekt entwickelte, zeigt seine Neugier und Aufgeschlossenheit neuen Wegen und Technologien gegenüber. Die im Rahmen dieses Projekts entstandenen Bilder haben einen ganz eigenen Charme, der ein wenig an alte körnige Analogfotos erinnert, dabei jedoch einen sehr eigenen Charakter zeigt.

Das Studio der Zukunft?

Auf der Cebit 2008 ist Karp mit einem neuen Projekt aktiv, dem Studio der Zukunft. Er will in Halle 23 am Stand des adf unter dem Titel „Das Fotostudio der Zukunft" auf knapp 100 qm Studiofläche demonstrieren, wie die Entwicklung in den nächsten Jahren fortschreiten könnte. Anstelle von Blitzen arbeitet man mit einer rückseitigen Martin LED Wand und computergesteuerten Moving-Heads von vorne. Moving-Heads sind Lichtquellen, die ihr Licht nahezu frei positionieren können und die sich mit Gobos einfach auch als Projektor nutzen lassen. Bisher kennt man diese Art von Licht eher von Konzerten oder Lichtinstallationen.adf_karp
 „Das ist ja ein klarer Vorteil für alle“ schwärmt Karp. „Stellen Sie sich vor, Sie müssen für einen Kosmetikhersteller ein Flacon fotografieren. Da richten Sie etwa 5 Stunden das Licht ein und das Shooting dauert dann vielleicht eine halbe Stunde. Nach zwei Wochen stellt der Hersteller fest, dass der Flacon noch mal geändert werden muss, sprich, alle Fotos neu. Mit Moving-Heads rufe ich einfach mein gespeichertes Licht-Setting am Rechner auf und bin in kürzester Zeit wieder einsatzbereit.“

Model oder Fotograf werden

Auf der Cebit wollen Karp und sein Team zweimal am Tag ein „Modell der Zukunft" fotografieren, also eine Messebesucherin, die wie auf der „Princess for one day“-Tour gestylt wird.
Neben vielen weiteren Aktionen, Vorträgen, Bildbesprechungen und Ausstellungen sollte man sich den Freitag ab 16:30 vormerken, denn dort geht es um das Thema „Praktikum, Ausbildung, Assistenz“.

Weitere Infos unter www.guidokarp.de

 

Fotos: adf. Weitere Informationen unter www.adf.de
 

 

 

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