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"11 Fragen an ..." ist eine Interviewserie auf La Garda, die die immer gleichen Fragen an Visagistinnen und Visagisten stellt. Aus den jeweiligen Antworten ergibt sich ein interessantes Bild des Menschen und seiner Arbeit. In dieser Folge: Holly aus Rheine.

Wo
hast du dein "Handwerk" gelernt?
Ich habe meine Ausbildung in der Kosmetik-Fachschule Erica Kaufmann in Hamburg absolviert. Dort habe Ich eine 1-Jährige intensiv Ausbildung zur Kosmetikerin und Visagistin gemacht und mit sehr guten Ergebnissen abgeschlossen.
Wie kam es dazu, dass Du Make-up zu deinem Beruf gemacht hast?
Ich wusste schon als kleines Kind, dass ich in meinem Leben etwas Kreatives machen möchte, was ich auch noch damit verbinden kann, mit vielen verschieden Menschen zusammen zu arbeiten. Meine Mama ist seit meiner Geburt selbständige Friseurmeisterin mit einem eigenen Salon, der auch ein Kosmetikstudio beinhaltet und somit war ich mein ganzes Leben mit Friseur und Kosmetik in Kontakt. Das hat mich in der Entscheidung meines Berufes natürlich sehr beeinflusst.
Bis Ende der 10. Klasse wollte ich immer Friseurin werden, doch als die Entscheidung dann immer näher kam, wurde ich mir unsicher. Ich wollte zwar Haare frisieren, aber nicht mein ganzes Leben damit verbringen, Dauerwellen zu wickeln oder Haare zu schneiden. Somit habe ich mich entschlossen, Visagistik zu meinem Beruf zu machen. Ich brach also ca. 1 Jahr später die 11. Klasse ab und zog nach Hamburg, um dort meine Ausbildung anzufangen.
Welche
Eigenschaften sollte man für diesen Beruf aus deiner Sicht unbedingt
haben?
Ich denke, dass es am wichtigsten ist, dass man kreativ ist und sehr gerne mit unterschiedlichen Menschen zusammenarbeitet. Man sollte für vieles offen sein und sich vor allem von vornherein bewusst sein, dass Visagistin ein Job ist, in dem man nie auslernt. Man macht nicht seine Ausbildung und kann dann anfangen, zu arbeiten, als hätte man alles Notwendige gelernt. Die Erfahrung macht diesen Beruf aus und deswegen ist es sehr wichtig, immer am “Ball” zu bleiben und sich weiterzuentwickeln. Doch für mich persönlich ist es genau das, was diesen Beruf zu meinem Traumberuf macht.
Was magst du am liebsten an deinem Job?
Am liebsten mag ich, dass ich ständig neue Sachen ausprobieren kann und auch noch viel von der Welt sehe. Ich hatte schon viele Aufträge in ganz Deutschland, aber beispielsweise auch schon einen auf Teneriffa. Und das ist sehr schön an diesem Beruf. Es ist mehr Spaß als alles andere. Ich persönlich fühle mich immer wie in einer anderen Welt, die einen den ganzen Alltag um sich herum vergessen lässt.
Es ist wirklich ein toller Beruf und ich würde Ihn gegen keinen anderen tauschen.
In
welchen Bereichen arbeitest du hauptsächlich?
In den letzten zwei Jahren habe Ich sehr viel für Motorrad-Shootings und Messe Events gearbeitet. Darunter bsw. Paradise Custombikes oder auch der Huber Verlag. Meine Hauptagentur, für die ich regelmäßig für Sedcard-Shootings und vieles mehr gebucht werde, ist die Universal-Model-Company.
Aber man kann so pauschal gar nicht sagen, für welche Bereiche man arbeitet, da man auch immer wieder für Beauty-, Kalender- oder Akt-Shootings gebucht wird. Man hat sozusagen alles in regelmäßigen Abständen vereint.
Mit
welchen Produkten arbeitest du am liebsten und warum?
Ich arbeite sehr gerne mit Helena Rubenstein oder auch Shiseido, habe aber auch ein breit gefächertes Sortiment an Artdeco- oder Dior-Produkten. Es gibt von jeder guten Firma besondere Highlights und ich denke, jede Visagsitin hat da ihre eigenen Favoriten. Man bezieht seine Produkte, so ist es zumindest bei mir, auch nicht von ein und demselben Anbieter. Da gibt es dann einen, von dem kaufst du das Make-up und wieder einen anderen, da kaufst du den Mascara. Ich sage immer, es gibt keine perfekte Marke, die alles zu gleichen Qualitäten beinhaltet, zumindest habe ich diese Erfahrung gemacht.
Welche Stylings magst du am liebsten?
Ich mag besonders gerne ausgefallene Stylings, die viele Details beinhalten wie beispielsweise Glitzersteinchen zu benutzen oder auch mal Federn oder Perlen zu verarbeitet. Ich gehe immer sehr gerne in ganz normale Bastelgeschäfte und da kommen mir dann meistens die besten Ideen. Ich finde aber auch die edle klassische Variante eines Make-ups sehr schön. Weiße Haut, rote Lippen und ein schöner Lidstrich … ein Make-up kann einen schon sehr verändern.
Dein Lieblingssatz in Sachen Schönheit?
Ich sage immer Schönheit steckt in den Augen und kommt vor allem von Innen. Menschen sind nur dann schön, wenn Sie sich auch schön fühlen. Und der Job einer Visagistin ist nicht, einen Menschen zu “maskieren”, sondern das Beste und Wundervollste aus ihm herauszuholen. Ich bin auch nur dann glücklich, wenn die Menschen, mit denen ich zusammen arbeite, glücklich sind.
Welche
Beauty-Produkte findest du absolut unentbehrlich?
Absolut unentbehrlich ist auf jedenfalls ein guter Concealer (am besten ein flüssiger) und ein guter Mascara. Das Make-up ist natürlich auch unentbehrlich, da es die Grundlage von allem ist. Ohne ein gutes Grund-Make-up braucht man gar nicht erst anzufangen.
Hast
du einen Wunsch oder ein bestimmtes Ziel für die Zukunft?
Mein Wunsch für meine Zukunft ist, immer glücklich und gesund zu bleiben, um diesen Beruf noch sehr viele Jahre ausüben und noch viele Erfahrungen sammeln zu können. Der größte Traum wäre natürlich eines Tages, eine “Top-Visagistin” zu sein und diesen Beruf täglich und rund um die Uhr ausüben zu dürfen. Ich werde auch alles erdenklich Mögliche tun, um dieses Ziel zu erreichen.
Was
ist der allerbeste Beauty-Tip?
Der allerbeste Beauty-Tip von mir ist, regelmäßige Hautpflege zu betreiben, denn das wird doch meistens sehr vernachlässigt. Umso besser die eigene Haut ist, umso schöner wirkt ein gutes Make-up. Vor allem jungen Mädchen rate ich, sich wirklich morgens und abends entsprechend zu pflegen und vielleicht einmal im Monat Geld für die Pflege der Haut auszugeben, als nur für die Verschönerung … sonst bringt auch das irgendwann nichts mehr.
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