Seit einem halben Jahr ist die Nikon S560 auf dem Markt erhältlich. Kompaktkameras sollen das passende Gerät für Hobbyfotografen sein, die ihre Erlebnisse gerne fotografisch festhalten. 
Ob die S560 dafür die richtige Wahl ist, hat Norbert Hirschberger für Sie getestet.
Technische Details
Die Nikon S560 entpuppt sich bereits beim Auspacken als Schmuckstück modernen Designs einer aktuellen Kompaktkamera. Die Abmessungen von 54,5x93x23,5 mm sorgen zusammen mit dem edlen Alu-Finish für ein besonderes Erlebnis beim ersten "look & feel". Auch die technischen Daten lassen einige Erwartungen aufkommen, verfügt doch die Nikon S560 über 10,7 Megapixel Auflösung, sowie ein optisches 5-fach Zoom, welches bezogen auf 35 mm Kleinbild einer Brennweite von 38,4 bis 174 mm entspricht.
Der LCD-Schirm mit 2,7 Zoll Diagonale, versehen mit einer Antireflexbeschichtung, zeigt 230000 Pixel. Rechts neben dem Display befindet sich das HMDI in gewohnter Manier mit obenliegender Zoomwippe und der darunter angeordneten Kreuzwippe samt Bedientasten. Die Oberseite des Gehäuses ist konventionell mit einen Ein/Aus-Schalter, sowie einem druckpunktabhängigen Auslöser bestückt. Ein "VR" genannter, mechanischer Bildstabilisator sorgt für verwacklungsfreie Aufnahmen, dabei wird er unterstützt von möglichen ISO-Einstellungen bis 3200, um die Verschlusszeiten niedrig zu halten.
In der Praxis
Von der Handhabung her gibt es bei der Nikon S560 nichts zu bemängeln. Die Kamera liegt hervorragend in der Hand und alle Bedienelemente sind auch für größere Hände gut erreichbar. Die Nikon S560 verfügt über eine Vielzahl auswählbarer Szene-Modi, bei denen Blende, Belichtungszeit, ISO (im Bereich 64-800 ISO) und gegebenenfalls der integrierte Blitz den spezifischen Aufnahmebedingungen entsprechend von der Kamera angepasst werden. Eine Automatik ermöglicht es sogar, die Auswahl der passenden Szene der Kamera zu überlassen.
Die ISO- Einstellung kann wahlweise im Bereich 64-3200 ISO manuell vorgenommen werden, ebenso besteht die Möglichkeit zur Belichtungskorrektur der Aufnahmen im Bereich +/- 2 EV. Gesichtserkennung und Blinzelwarnung gehören mittlerweile, wie bei anderen Nikon-Kompaktkameras auch, zum Standard. Eine Warnung über abgeschnittene Füße bei Ganzkörperaufnahmen scheint mir im Hinblick auf die angesprochene Käuferklientel ein sinnvolles Feature, bleibt wohl aber eine ausstehende Forderung an zukünftige Modelle.
Der CCD-Sensor, im Format 4/3, liefert Bilder mit einer maximalen Auflösung von 3648x2736 Pixeln. Gutes Licht und entsprechend niedrige ISO-Einstellung vorausgesetzt, sind hervorragende Ergebnisse erzielbar. Einzig in größeren Farbflächen zeigt sich, im Vergleich zur Spiegelreflex Referenz, ein leichtes Rauschen. Für das Post-Processing steht beispielsweise das "D-Lightning" zur Verfügung, um Schattenbereiche aufzuhellen und den Gesamtkontrast zu verbessern. Ebenso kann das Bild in den Abmessungen beschnitten werden. Einige der Beispielbilder sind bei einem Wochenendausflug an den Mittelrhein entstanden. Bei tiefstehender Sonne, in vollem Gegenlicht, sind Aufnahmen keine besondere Freude. Wer einmal richtige Action auf dem Display sehen möchte, hält das Objektiv probehalber ins Gegenlicht. Verzeichnungen waren bei den Tests über den gesamten Brennweitenbereich nicht zu erkennen.
Mal ganz allgemein, wenn ich aktuelle Berichte über Verzeichnungen moderner Digitalkameras etc. lese, graut es mir mitunter, zumal ich seit Anfang der 90er Jahr die Entwicklung von Kompaktkameras verfolge und seither etliche Fabrikate mein Eigen nennen durfte. Die anfänglichen Modelle verfügten zu Preisen von 1000-2000 Mark gerade einmal über VGA Auflösung, sehr übersichtlich angeordnete Pixel im Format 640x480. Schärfe war, wenn überhaupt, nur im direkten Umfeld der Bildmitte zu finden und Verzeichnungen, mit Krümmungsradien im Bereich nicht EU konformer Bananen, waren an der Tagesordnung. Ein Satz von 4xAA Batterien hielt gerade einmal 30 Aufnahmen durch und bei Gebrauch von Akkus waren es noch deutlich weniger. Nichtsdestotrotz handelte es sich bei den damaligen Geräte um kleine Wunderwerke der Technik, genauso wie das gleiche Attribut den heutigen Kameras gebührt, einzig mit dem Unterschied, dass bei den aktuellen Modellen die Fehler mit Messgeräten ermittelt werden müssen, da sie einer objektiven qualitativen Betrachtung allein kaum mehr zugänglich sind.
Nein, wirklich kaum eine der aktuellen Kameras zeigt Verzeichnungen, welche von einem laienhaften Bildbetrachter als Beeinträchtigung der Bildqualität bemerkt oder gar bewertet werden würden. Und hierauf kommt es doch letztendlich an. Niemand behauptet, dass diese Kameras wie die Nikon S560 für Fotojournalisten oder ähnlich professionelle Klientel gebaut werden. Es sind point&shoot Kameras, um besondere oder auch alltägliche Momente im Leben des jeweiligen Benutzers festzuhalten, sei es ein Urlaub, ein Treffen mit dem Lebensabschnittsgefährten oder auch ein Familienfest. Raus aus der Tasche, einschalten, auslösen und das Ganze möglichst schnell, das ist die Devise, .... öhmmm um ehrlich zu sein, bis auf das "raus aus der Tasche" gewinnt bei mir derzeit noch die DSLR, was Geschwindigkeit anbelangt.
Doch zurück zur Nikon S560. Der Autofokus funktioniert sicher und zuverlässig. Bei abnehmender Beleuchtung wird der Fokus durch ein AF-Hilfslicht unterstützt. Das mit abnehmendem Licht und steigenden ISO-Werten deutlich zunehmende Rauschen stört, zumindest mich als Spiegelreflex-Fotograf, auch wenn die Nikon S560 hier einen Tick besser als die Mitbewerber abschneidet.
Fazit
Die Nikon S560 verfügt über ein stabiles Gehäuse und ist hervorragend zu bedienen. Bei gutem Licht sind hervorragende Bildergebnisse zu erzielen.
Doch noch steht den Entwicklern Arbeit bevor, um den Anforderungen gerecht zu werden, Geschwindigkeit ist einer der Aspekte, wo ein Ansatz zu möglichen Verbesserungen zu finden ist, Rauschen bei erhöhten ISO-Zahlen ein anderer.
Alles in allem ist die Nikon S560 ihren Preis wert und ein solides Stück Technik auf hohem Niveau.
Übersicht
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Produkt:
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Coolpix S560
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Produktart:
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Kompakte Digitalkamera |
| Maße:
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ca. 54,5x93x23,5 mm (ohne vorstehende Teile)
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Hersteller:
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Nikon |
UVP:
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249 EUR |
Straßenpreis:
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ca. 165 EUR |
Internet:
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www.nikon-highlights.de/COOLPIX/S-SERIES/S560/
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Plus/Minus
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| + |
gute Bildqualität
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| + |
Bedienung auch für große Hände möglich
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| - |
Rauschen bei hohen ISO-Werten
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-
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lichthungriger Sensor
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Noten (10 = maximale Punktzahl)
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| Benutzerfreundlichkeit: |
8,0
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| Preis-Leistung |
7,5 |
Verarbeitung:
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8,0
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Vielfalt:
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8,0
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Gesamtnote:
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7,875
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| Eine Großansicht der Bilder finden Sie unter http://nhirschberger.com/Nikon/S560_Web/index.html |
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| COOLPIX S560 - ISO 400, 1/60 Sek. bei f / 5,3, 117 mm |
COOLPIX S560 - ISO 64, 1/70 Sek. bei f / 3,5, 35 mm |
COOLPIX S560 - ISO 64, 1/180 Sek. bei f / 3,5, 35 mm |
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| COOLPIX S560 - ISO 64, 1/130 Sek. bei f / 3,5, 35 mm |
COOLPIX S560 - ISO 390, 1/115 Sek. bei f / 4,8, 78 mm |
COOLPIX S560 - ISO 64, 1/60 Sek. bei f / 4,4, 50 mm |
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| COOLPIX S560 - ISO 64, 1/290 Sek. bei f / 4,8, 78 mm |
COOLPIX S560 - ISO 64, 1/190 Sek. bei f / 3,5, 35 mm |
COOLPIX S560 - ISO 64, 1/230 Sek. bei f / 5,0, 96 mm |
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| COOLPIX S560 - ISO 64, 1/180 Sek. bei f / 5,6, 174 mm |
COOLPIX S560 - ISO 64, 1/580 Sek. bei f / 3,5, 35 mm |
COOLPIX S560 - ISO 64, 1/400 Sek. bei f / 4,8, 78 mm |
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| COOLPIX S560 - ISO 64, 1/40 Sek. bei f / 5,0, 96 mm |
COOLPIX S560 - ISO 253, 1/60 Sek. bei f / 4,4, 50 mm |
COOLPIX S560 - ISO 92, 1/60 Sek. bei f / 3,5, 35 mm |
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