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Test extrem Teil 2: Die Olympus µ 1050 SW auf dem Kilimanjaro
Geschrieben von Jochen Seelhammer   
Freitag, 20 Februar 2009
038r6411aufmEin 6000 Meter hoher Berg, der Höchste in Afrika, war uns als Testgebiet gut genug, um zu überprüfen, ob Outdoor-Kompaktkameras das halten was sie versprechen.
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Auch diese Outdoor-Kamera hatten Steve Kroeger und Jochen Seelhammer wie schon die Pentax Optio W 60 (Testbericht lesen) bei ihrer Besteigung des Kilimanjaro-Massivs mit dabei. Unter extremen Bedingungen musste die Olympus ihre Outdoor-Eignung unter Beweis stellen.

Leistungsmerkmale

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Unter dem Olympus-Schriftzug verbirgt sich die Ein/Aus-Mechanik, die dafür sorgt, dass die Kamera auch mit Handschuhen einfach zu bedienen ist.

Die Olympus µ 1050 SW hat ein robustes Metallgehäuse, das Stürzen aus bis zu 1,50 m Höhe trotzt, und wiegt dabei nur 204 g im betriebsbereiten Zustand.

Die Einschaltzeit ist mit 5 Sekunden vergleichsweise lang und erschwert es, spontane Fotos zu schießen, wenn man die Kamera erst noch anschalten muss. Da dies gerade bei Outdoor-Aktivitäten passieren kann, ist die Einschaltzeit als Nachteil dieser Kamera zu sehen.

In der Olympus µ 1050 SW kann man nicht nur die Olympus eigenen xD-picture-  sondern auch MicroSD-Karten benutzen. Für diese wird ein Adapter als Zubehör mitgeliefert, so dass die MicroSD-Karten auch in den Slot passen und man sich eventuell bei einem Wechsel, von einer anderen Kamera, die nicht von Olympus ist, keine neue Speicherkarte kaufen muss.

Der Zoombereich der Olympus µ 1050 SW hat einen im Kleinbildbereich entsprechenden Blendenbereich von 38 mm bis 114 mm. Für meinen Geschmack bietet das gerade bei Landschaftsaufnahmen zu wenig Weitwinkel. Große Panoramen kann man demnach leider nur schwer aufnehmen. Jedoch gibt es die Möglichkeit mit dem Stitch-Assistenten mehrere Fotos zu einem Panorama zusammenzufügen. Voraussetzung hierbei ist jedoch die Nutzung einer Olympus xD-picture-Karte.

Das Speicherkarten- und Akkufach sind solide verarbeitet, anders wäre eine Wasserdichtigkeit bis 3 m Tauchtiefe auch nicht möglich. Auch außerhalb des Wassers bedeutet die gute Verarbeitung uneingeschränkte Einsatzmöglichkeiten, wie beispielsweise bei strömendem Regen. 

Im Einsatz 

Die Arbeit mit der Kamera ist einfach klasse. Besonders gefallen hat mir der einfache Einschaltmechanismus, denn es reicht, den Objektivschutz herunterzuschieben und schon ist die Kamera eingeschaltet. So ist man schnell einsatzbereit. Dieser Mechanismus ist besonders bei der Bedienung mit Handschuhen oder unter Wasser hilfreich. Trotzdem dauert es wie oben schon erwähnt recht lang, bis die Kamera betriebsbereit ist. Allerdings besteht die Gefahr, dass sich zwischen Objektivschutz und Kamera Schmutzpartikel oder Sand einklemmen können und diese beim Wiederhochschieben das Objektiv zerkratzen. 

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Eine tolle Idee hatte Olympus mit den antippbaren Stellen am Gehäuse. So sind gewisse Funktionen direkt aufrufbar, indem man bestimmte Stellen antippt. Eine echte Erleichterung, wenn man mit Handschuhen fotografieren muss. Die Menüführung erfolgt über kleine Icons. Hier hätte ich mir eindeutigen Text gewünscht, um immer zu wissen, was man gerade tut. Jedoch wird das kleine Manko durch die Bedienung des Menüs mittels eines Wahlrades wieder kompensiert. Auch das lässt sich problemlos mit Handschuhen bewerkstelligen.

Die Bildqualität ist vergleichsweise gut. Gerade hier ist im direkten Vergleich mit der ebenfalls von La Garda getesteten Pentax Optio W60 (Testbericht lesen) festzustellen, dass die Olympus µ 1050 SW im Rauschverhalten eine halbe Blende besser ist und dabei auch noch eine sehr gute Detailwiedergabe zeigt. Das heißt, macht man mit der Pentax ein Foto bei ISO 400, so ist bei gleichem ISO-Wert das Bild mit der Olympus qualitativ besser, bei ISO 800 etwas schlechter. Hier scheinen sich das größere Kontrastverhältnis und das gute Objektiv zu bewähren.

Die ISO-Empfindlichkeit reicht bei der Olympus µ 1050 SW von ISO 80 bis ISO 1600.Da jedoch die meisten Bilder bei Outdoor-Aktivitäten bei guten Lichtverhältnissen gemacht werden, ist der Umfang der ISO-Werte völlig ausreichend. Das Display mit seinen 2,7 Zoll bietet ausreichend Platz, um Bilder zu betrachten. Bei zu heller Beleuchtung erkennt man auf dem hochglänzenden Display jedoch eher seine eigene Nase als das Bild.
Die Kamera hat eine Funktion, mit der bis zu 16 Gesichter erkannt werden können und einen automatischen Bildaufheller. Diese Funktionen passen die Einstellungen optimal ans Fotografieren an.

Fazit

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Die Olympus µ 1050 SW hält Temperaturen bis -10° Celsius aus. Genau richtig für kalte Nächte auf dem Weg zum Gipfel.

Die Olympus µ 1050 SW überzeugt durch ihre Funktionen und ihre robuste Bauweise. Nicht gefallen hat mir die lange Einschaltzeit. Mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 329 Euro ist  sie zwar nominal etwa 50 Euro teurer als die ebenfalls vor kurzen bei La Garda getestete Pentax Optio W60. Jedoch hat sich der Straßenpreis für beide Modelle um die 200 Euro eingependelt. Deswegen würde ich trotz der etwas einfacheren Bedienung und des größeren Weitwinkelbereichs der Pentax Optio W60 zur Olympus µ 1050 SW als bessere Kamera greifen, da sie mit ihrem robusten Metallgehäuse und auch der Bildqualität einen etwas besseren Eindruck hinterlassen hat.

 

Mehr Infos über Jochen Seelhammer unter www.seelhammer.de
Mehr Infos über Steve Kroeger unter www.stevekroeger.com

  

 

Übersicht

Produkt:
Olympus µ 1050 SW
Produktart:
Digitale Kompaktkamera
Maße: 93 x 62 x 22,6 mm
Hersteller:
Olympus
UVP:
329 Euro
Straßenpreis:
196 Euro
Internet:
www.olympus.de

Plus/Minus

+ solides Metallgehäuse
+ Einfacher Einschaltmechanismus
-
lange Einschaltzeit
- kleiner Zoombereich
 

Noten

(10 = maximale Punktzahl)
Benutzerfreundlichkeit: 7,5
Preis-Leistung 7,5
Verarbeitung:
8,5
Vielfalt:
7,0
Innovation: 9,5
Gesamtnote:
7,8
 

 

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