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Die Pentax Optio W60 ist eine digitale Kompaktkamera mit Zoomobjektiv, die im betriebsbereiten Zustand nur 145 Gramm wiegt, was für sie spricht, denn beim Bergsteigen und auch bei anderen Outdoor-Einsätzen ist man für jedes Gramm dankbar, das man nicht mit sich herumtragen muss. Die Optio W60 besitzt ein optisches Fünffach-Zoomobjektiv. Dies ist möglich, da die sich bewegenden Teile nach innen arbeiten, da nur so die Dichtigkeit gewährleistet werden kann. Die Kamera hat weiterhin drei Fokussierbereiche. Einmal den Normalbereich, mit dem sicher die meisten Bilder gemacht werden und der von 50 cm bis unendlich reicht. Der Makrobereich geht von 10 bis 60 cm und der Supermacrobereich reicht von 1 cm bis 30 cm. Die Kamera hat einen im Kleinbildbereich entsprechenden Brennweitenbereich von 28 mm bis 140 mm, was eine gute Weitwinkelabdeckung mit sich bringt, aber auch in Sachen Tele eine gewisse Reserve bietet. Eine Besonderheit, mit der Pentax wirbt, ist, dass die Kamera eigenständig bis zu 32 Gesichter erkennt und der Fotograf nur noch auswählen muss, welche das wichtigste ist, anschließend werden alle weiteren Einstellungen von der Kamera vorgenommen. Diese Funktion lässt sich einfach über einen speziellen Knopf ein- und ausschalten, in einigen Programmen, wie der Motivprogrammautomatik, ist sie jedoch nicht ausschaltbar, was in manchen Situationen wünschenswert gewesen wäre.
Weiterhin kann die Kamera erkennen wann gelächelt wird . und auf Wunsch sogar automatisch in dem Moment auslösen. Sollte jemand beim Lächeln die Augen geschlossen haben, so erkennt die Pentax Optio W60 auch dies und gibt ein Warnsignal von sich. So mussten wir uns zuhause nicht über Bilder ärgern, bei denen die Personen die Augen geschlossen hatten. Gerade in Extremsituationen hat man nicht immer Zeit mehrere Fotos zu machen, wenn das erste nichts geworden ist.
Die Pentax Optio W60 bietet einen Lichtempfindlichkeitsbereich von ISO 50 bis ISO 6400, wobei bei den hohen Werten die Bilder durchaus schon recht verrauscht sind. Jedoch kann es sich in manchen Situationen anbieten mit einem hohen ISO-Wert zu fotografieren, da ein verrauschtes Bild immer noch besser ist als gar keins. Im Einsatz
Die Kamera verfügt über ein robustes Gehäuse, das den Belastungen im Outdoor-Einsatz durchaus standhalten kann. Ein wenig nachteilig für eine Kamera, die an Orten eingesetzt werden will, die nass, staubig, dreckig und windig sein können, ist, dass es keinen mechanischen Objektivschutz gibt. So kann es passieren, dass das vor der Linse vorgelagerte Schutzglas leicht verschmutzt, bzw. verschmiert werden kann. Jedoch kann diese dann mit Wasser (dazu reicht sogar Regenwasser aus einer Pfütze) und einem weichen Tuch einfach abwischen, so dass das Manko nicht allzu schwer wiegt. Gut an der Kamera hat mir und den anderen Bergsteigern gefallen, dass sie einfach zu bedienen ist und auch die Menüführung sehr intuitiv ist. Hat man allerdings Handschuhe an, wie es auf dem Killi war, wird die Bedienung schwierig, da die Tasten sehr weich wirken und somit wenig Rückmeldung geben. Hier hätte ich mir einen besser definierten Druckpunkt gewünscht, um genau zu wissen, ob der Druck auf eine Taste erfolgreich war. Abgesehen vom Rauschen bei sehr hohen ISO-Werten ist die Bildqualität für Bilder im Normalbereich gut. Jedoch macht man Outdoor ja meistens Fotos, für die genügend Licht (Sonne, Schnee, Wasser) bereitsteht. Lediglich beim Unterwassereinsatz oder wenn bspw. in Räumen die Lichtmenge schwindet, wird die Available light Fotografie schwierig. Der positive Eindruck der Kamera wird durch das Rauschverhalten nur geringfügig geschmälert.
Auch im Nahbereich bei voller Ausnutzung des Weitwinkelobjektivs macht die Pentax Bilder, die für ihre Preisklasse in Ordnung sind, obwohl es leichte kissenförmige Verzerrungen im Weitwinkelbereich gibt.
Fazit
Die Pentax Optio W60 überzeugte uns durch ihre einfache Bedienung, der schnellen Reaktionszeit und ihr leichtes Gewicht. All das sind Faktoren, die bei Outdoor-Aktivitäten wichtig sind. Dass das Objektiv nicht geschützt werden kann und eventuell vor dem Fotografieren gesäubert werden muss, entspricht nicht ganz den Vorstellungen einer immer einsatzbereiten Outdoor-Kamera. Mit einer UVP von 279 Euro und einem Straßenpreis um die 210 Euro bietet die Kamera einiges.
Mehr Infos über Jochen Seelhammer unter www.seelhammer.de
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