„Auf Fotos einfach gut aussehen – mit Portrait Professional!“ Das verspricht zumindest der Hersteller Globell. Ob die Erwartungen von der Software erfüllt werden, klärt unser Test.

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Mit verschiedenen
Reglern lassen sich
die einzelnen Bereiche
des Gesichts anpassen.
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Nachdem man die Software auf Mac oder PC installiert und gestartet hat, wählt man ein Bild aus, das man gerne verschönern möchte. Im nun folgenden Dialog legt man fest, ob das Portrait Mann oder Frau zeigt und muss dann nach und nach Mundecken, Augenecken und Nasenspitze definieren, festlegen, ob der Mund offen oder geschlossen ist und zum Schluss die grobe Gesichtsform mit einigen Markern bestimmen.
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Mit der Maus legt man die Eckpunkte des Gesichts fest,
damit die Software weiß, wie sie die Berechnungen
ausführen soll.
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Das geht alles sehr leicht und intuitiv, sodass man nach kurzer Berechnungszeit das fertige Ergebnis sieht.Portrait Professional verändert sowohl das Hautbild als auch die Kopfform und weitere Gesichtsdetails. Das fertige Bild lässt sich dann mit verschiedenen Reglern individuell anpassen. Dies kann man sich wie ein Mischpult vorstellen, wo man den Gesamteffektanteil und einzelne Bereiche regeln kann. Also beispielsweise nur die Augen etwas ändern oder nur die Haut.
Handling
Die Software ist weitestgehend selbsterklärend und bietet eine Stapelverarbeitung, die allerdings nichts anderes macht, als mehrere Bilder nacheinander zu öffnen. Hier würde ich mir wünschen, Bearbeitungsschritte einheitlich anwenden zu können, damit bspw. ein Model auf allen Bildern einer Serie halbwegs gleich aussieht.
Klasse ist, dass an allen Punkten und Funktionen kleine Hilfetexte aufspringen, die sofort erläutern, was die jeweilige Funktion genau macht.
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Nicht immer werden alle Bereiche zuverlässig erkannt, vor allem Haare machen
Probleme. Pink werden die erfassten Bereiche dargestellt. |
In Sachen Formaten erkennt die Software neben gängigen wie JPG, TIFF und dem eigenen Projektformat auch die meisten RAW-Formate.
Ergebnisse
Die Resultate von Portrait Professional sind sehr unterschiedlich und hängen stark vom Ausgangsmaterial ab. Je „gerader“ die zu bearbeitende Person abgelichtet ist, desto eher werden die Ergebnisse gut werden. Profilbilder sind auch möglich und es gilt genauso wie bei frontalen Portraits: Je weniger „schräg“, desto besser die Ergebnisse. Sobald Gesichter etwas von der „Norm“ abweichen, werden sie zum Teil viel zu stark von der Software „deformiert“.
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Mit den Einstellungen, die das Programm vorgibt, erhält man das Ergebnis auf
dem rechten Bild. Schöner ist das leider nicht, weil die Gesichtsform zu stark
verändert wird. Hier heißt es, mit den Reglern den Effekt kräftig nachzuarbeiten. |
Und aus „hässlichen Entchen“ werden auch mit Portrait Professional 9 keine strahlenden Prinzessinnen. Hier kann man den Effekt zwar über die Regler entsprechend abschwächen, aber es bleibt am Enden dann „nur“ die Hautbearbeitung übrig, die das Programm noch erledigt. Die Haut wird geglättet und lässt sich über die Regler entsprechend anpassen. Das geschieht vor allem recht detailliert. Generell stelle ich bei männlichen Gesichtern fest, dass ein gewisser „Bubieffekt“ eintritt, sprich die Personen sehen sehr viel jünger aus. Bei Frauen verändert sich das Gesicht zum Teil sehr stark. Die Augen werden geweitet und manches Ergebnis erinnert mich eher an einen Marsbewohner. Leider werden auch nicht immer alle Bereiche, vor allem Haare zuverlässig erkannt, sodass die möglichen Korrekturen dann nicht wirklich greifen oder nur Teile des Bildes bearbeiten. Hier ist in einem solchen Fall entsprechende Nacharbeit angesagt.
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Auch in der Profilansicht ist das fertige Ergebnis rechts nicht wirklich besser.
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FazitPortrait Professional hinterlässt einen zweigeteilten Eindruck. Zum Einen bietet es eine recht einfache und intuitive Herangehensweise, um Portraits zu optimieren. Die Ergebnisse lassen sich mit den Reglern schnell anpassen. Wer nicht auf Photoshop zurückgreifen kann, findet also zu einem recht günstigen Preis eine Möglichkeit, Portraitfotos zu verändern. Ob das klappt, hängt aber leider sehr stark davon ab, ob die zu verschönernde Person „richtig“ getroffen wurde und nicht zu schräg auf dem Bild ist. Auch die Gesichtsform muss passen. Breitere Gesichter werden gerne so verzerrt, dass „Schönheit“ nicht der richtige Begriff ist, um das Endergebnis zu beschreiben. Wenn dann die Software bestimmte Bereiche nicht richtig erkennt und dementsprechend nicht bearbeiten kann, ist der schöne Effekt zudem dahin.
Für Profis dürfte die Software (noch) zu ungenau sein, zumal viele Funktionen in bei Profis meistens vorhandenen Programmen wie Lightroom, Photoshop und Aperture oft schon vorhanden sind. Einsteiger werden ihren Spaß mit der Software haben, solange Bild und Model passen und keine Nacharbeitung „droht“.
Man darf gespannt sein, wie sich die Software entwickeln wird, denn je besser die Erkennung arbeitet, umso mehr Möglichkeiten wird es geben, um schnell und effektiv Bilder zu bearbeiten. Der Hersteller bietet die Software als Studio-Variante auch als Plug-in an, die dann für knapp 90 Euro erhältlich ist. Wir empfehlen, sich mit der Demo-Version ein eigenes Bild von den Möglichkeiten zu machen.
Übersicht
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Produkt:
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Portrait Professional 9
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Produktart:
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Bildbearbeitungs-Software |
| Plattform:
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Windows, Mac
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Hersteller:
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Globell |
UVP:
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49,95 EUR |
Straßenpreis:
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ca. 48 EUR |
Internet:
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www.globell.com
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Plus/Minus
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| + |
Einfache Bedienung
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| + |
Schnelle Bearbeitung
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| + |
Einfacher Zugriff auf Ergebnisse mit Reglern
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Ergebnisse stark abhängig vom Ausgangsmaterial
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Auswahl nicht immer zuverlässig
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Ergebnisse oft nicht „schöner“ und oft unbrauchbar
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Noten (10 = maximale Punktzahl)
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| Benutzerfreundlichkeit: |
9,0
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| Preis-Leistung: |
6,0 |
Ergebnisqualität:
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5,5
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Innovation:
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8,0
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Gesamtnote:
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7,1
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