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Test JOBO Spectator Bildspeicher
Geschrieben von Gianfranco La Garda   
Sonntag, 23 Dezember 2007
aufmacherspectatorJOBO hat mit dem Specator eine mobile Speicherlösung für Fotografen vorgestellt, die sich zwischen dem kleineren Giga one und den größeren Modellen Giga VU einordnet. Wir haben eines der ersten Modelle zum Test erhalten.
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Direkt nach dem Auspacken hält man ein sehr stabiles schwarzes Gehäuse in der Hand, das mit wenigen Tasten und einem hell leuchtenden 2,5“ großen TFT-Farb-LCD mit 16 Millionen Farben angenehm spartanisch ausgestattet ist.

Der Spectator wird in drei Speichergrößen angeboten, denn in seinem Inneren arbeitet eine Festplatte mit 40, 80 oder 120 GB.

 Start

spectator_front Auf der rechten Seite findet sich neben der Hold-Taste, die den Spectator gegen unbeabsichtigtes Ein- und Ausschalten sichert die eigentliche Power-Taste. Sie müssen diese eine kurze Zeit nach oben schieben, um den Ein- und Ausschaltvorgang auszulösen. Das ist sehr gut, denn so schalten man den Spectator wirklich nur dann ein oder aus, wenn man es auch will. Leider ist diese Taste bei unserem Testmodel, was wie gesagt, eines der allerersten ist, noch ein wenig schwergängig. Allerdings soll das laut JOBO behoben sein.
Leider sind auch die restlichen Tasten ein wenig schwergängig und erfordern einen präzisen Druck. Das schütz auf der einen Seite zwar vor Fehlbedienungen, macht auf der anderen Seite aber auch die Bedienung umständlicher. Allerdings soll das laut JOBO auch behoben worden sein.

Datenarbeiter

spectator_seite1 Der Spectator kann Daten von CF I/II-, SD-, SDHC-, MMC-, MS-, MD-Karten lesen und auch schreiben. Er liest alle gängigen Formate wie RAW, JPG, MP3, doc, xls, ppt etc. Die Übertragungsgeschwindigkeit ist dabei mit 1,5 MB/Sekunde von Karte auf HD nicht berauschend, aber ausreichend für den Alltagseinsatz. Beim Datentransfer ist ein automatischer Verify-Prozess aktiv, der so sicherstellt, dass die Daten 1:1 übertragen wurden, um die Karte wieder löschen zu können.
Schade ist, dass die beiden Kartenslots ohne Abdeckung auskommen müssen, sodass hier potenzielle Einfallstellen für Feuchtigkeit und Schmutz sind.

Auch ein USB 2.0 Anschluss ist vorhanden, um den Spectator an einen PC oder Mac anschließen zu können. So lässt er sich auch als externe Festplatte betreiben.




Bewegung und Bilder

Die Navigation ist sehr einfach und intuitiv. Schnell hat man alle Funktionen im Griff und die Bedienungsanleitung kann meistens im Karton bleiben.

spectator_seite3 Man legt eine Speicherkarte in den Spectator, drückt eine Taste
s_spriesterbach

Wir haben bei  JOBO Produktspezialist Stefan Spriesterbach nachgefragt.

Gibt es einen speziellen Schutz beim Spectator, um die Festplatte vor Beschädigung z.B. bei einem Sturz zu beahren?
Über einen speziellen Fall-Schutz verfügt das Gerät nicht, jedoch liegt dem Gerät eine Stoß absorbierende Neopren-Hülle bei. JOBO empfiehlt, das Gerät, wie auch eine Fotokamera, in einer Fototasche zu transportieren.


Der Temperaturbereich ist ja recht eng gefasst. Kommt es da nicht zu Einschränkungen im Betrieb?
Die optimale Umgebungstemperatur des SPECTATORs liegt zwischen 0 und 35 Grad, bedingt durch die verbaute 2,5" Festplatte sind extremere Temperaturen nicht ratsam, da ansonsten unter Umständen Schäden an der Festplatte entstehen können. Allerdings ist der angegebene Temperaturumfang bewusst eher gering gehalten, da diverse Faktoren die Funktionalität des Gerätes beeinflussen.So wird das Gerät zumeist in einer Fototasche getragen, bzw. in der mitgelieferten Neopren-Tasche. Dies isoliert das Gerät bei kühlen Temperaturen. Von Kundenseite her haben wir keine Reklamationen bezüglich der Temperaturempfindlichkeit des Gerätes. Kunden berichten uns beispielsweise aus Ägypten wie auch aus nordischen Regionen, dass das Gerät ohne Probleme funktioniert.  

drücken und schon werden die Daten kopiert. Auch die auf der Festplatte befindlichen Daten können verschoben, gelöscht oder auf eine Karte zurück gespeichert werden.

Doch darüber hinaus bietet der Spectator auch die Möglichkeit, die Bilder auf seinem Display anzuzeigen, ob einzeln, als Thumbnail-Übersicht oder als Slideshow. Letzteres ist vor allem deswegen interessant, weil der Spectator über einen TV-Ausgangs verfügt. So kann man seine Bilder auch anderen schnell und unkompliziert zeigen. Auch eine Zoom-Funktion ist vorhanden und erlaubt das genaue Betrachten der Bilder.
Zwar flackert das Display leicht, wenn der Spectator Dateizugriffe ausführt, aber dafür wird man mit einem exzellent ablesbaren Display belohnt, das wirklich Spaß macht.

Das ist alles wirklich klasse, aber das Problem ist, dass nur JPG-Dateien auf dem Display oder einem Fernseher angezeigt werden. Alle Fotografen, die gerne mit RAW-Formaten arbeiten, müssen also entweder auf die vielfältigen Möglichkeiten einer Nachbearbeitung des RAW-Formats verzichten oder können ihre Bilder nicht ansehen.

Da man einen Bildertank aber eigentlich anschafft, um Bilder mit mehr Speicherbedarf verwalten zu können, steckt man beim Spectator in der Zwickmühle. Hier sollte JOBO noch einmal überlegen, ob man nicht eine Möglichkeit integriert, auch andere Formate (zumindest Tif als ein verlustfreies Format) zu unterstützen, denn dann wäre der Spectator eine wirklich tolle Alternative zum Laptop und auch als mobile Betrachtungsstation an einem Fernseher unschlagbar.

Dies und das

Der Spectator wird über einen internen Akku mit Strom versorgt, der ausreichende Kapazitäten aufweist. Ich würde mir eine Möglichkeit wünschen, auch handelsübliche Batterien verwenden zu können, denn je nachdem, wo ichspectator_seite2 unterwegs bin, steht keine Steckdose für das mitgelieferte Netzteil bereit und Batterien „von der Stange“ an einer Tankstelle sind die einzige Stromquelle.
Wirklich ärgerlich ist jedoch, dass ein Update der Firmware nur über eine SD-Karte möglich ist. Wer andere Speichermedien nutzt, muss also nur für ein Update eine solche Karte kaufen. Hier sollte JOBO schnellstmöglich eine Möglichkeit schaffen, auch per USB oder anderen Karten ein Update einspielen zu können.

Preis

Die Version mit 40 GB Festplatte ist zurzeit für einen Straßenpreis von etwa 195,- Euro zu haben, die 80 GB Variante schlägt mit ca. 260,- Euro zu Buche, während die 120 GB Version etwa 315,- Euro in den Läden kostet.

Fazit

Der Spectator hinterlässt ein durchwachsenes Bild, denn auf der einen Seite ist er eine praktische Möglichkeit, um seine Daten sicher und ohne große Umstände mit geringem Platzbedarf zu sichern, auf der anderen Seite hat er aber an der einen oder anderen Stelle noch Schwächen, die seinen Einsatzbereich einschränken. Es wäre schön, wenn JOBO hier noch einmal nachbessern könnte, denn wäre der Spectator in der Lage, auch RAW-Dateien anzuzeigen, wäre er als Laptop-Ersatz eine wirkliche Alternative und dank seines TV-Ausgangs auch bestens geeignet, direkt vor Ort Bilder komfortabel auf einem eventuell vorhandenen TV-Gerät zu betrachten.

Weitere Infos unter www.jobo.de

 

 

 

 

 

 

 


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