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Test Hama Panoramaset
Geschrieben von Gianfranco La Garda   
Donnerstag, 15 November 2007
aufmacherhamaPanoramafotos sind beeindruckend und wenn sie gut gemacht sind, geben sie einen Eindruck von einer Landschaft, die der menschlichen Wahrnehmung sehr nahe kommt und die Weite widerspiegelt, die Fotos im klassischen Format oft vermissen lassen.
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Die Alternative für preisbewusste Fotografen ist die Verwendung einer herkömmlichen Kamera mit einem Stativ, das mit einem Panoramakopf ausgestattet wird, um die Kamera entsprechend zu drehen. So macht man vom gewünschten Panorama mehrere Einzelbilder, die sich später am Computer mit einer Software zu einem Panorama vereinigen lassen.
Allerdings ist das Angebot nicht sehr reichhaltig und entsprechende Panoramaköpfe oder –adapter sind ebenfalls sehr teuer. Dafür hat man die perfekte Kontrolle über Winkelschritte und die Einstellung des Nodalpunktes, sodass sich die Kamera auch wirklich um die optische Achse dreht.

Andere Lösungen

Und dann gibt es da noch die Einsteigerklasse, die sich um solche Feinheiten wenig kümmert, sondern pures
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Der Panoramateller wird einfach auf ein Stativ montiert und darauf dann die Kamera  befestigt. 
Panoramavergnügen verspricht. Ein solches Set, bestehend aus Panoramateller und Software erreichte uns von Hama. Alles, was man nun noch zum Panoramaglück benötigt, sind eine Digitalkamera (zur Not könnte man sogar analog arbeiten und die Bilder digitalisieren) und ein Stativ. Auf das Stativ wird der Panoramateller aus recht robust wirkendem Kunststoff aufgeschraubt. Auf diesen gerasterten Drehteller kommt dann die Kamera, sodass diese in vorgegeben Winkelschritten gedreht werden kann. Bei einer etwas gewichtigeren Kamera, wie der hier verwendeten Nikon D70 sind die Rasterungen jedoch nicht immer sofort eindeutig zu spüren. Bei leichteren Kameras klappt das besser. Angesichts des günstigen Preises und des nötigen Kompromisses zwischen leichten und schweren Kameras ist das jedoch völlig in Ordnung.
Sehr gut ist die integrierte Wasserwaage, die es erlaubt, die Kamera recht genau auszurichten. Wer sich hier ein wenig Mühe gibt und Stativ und Panoramaadapter genau ausrichtet, wird später mit deutlich besseren Ergebnissen belohnt. Wir haben übrigens für diesen Test bewusst ein sehr günstiges Stativ von Hama verwendet, das seinerzeit nicht mehr als 15 Euro gekostet haben durfte. Für uns war interessant, ob auch mit einem etwas „abgenudelten“ und nicht ganz so präzisen Stativ noch gute Ergebnisse zu erzielen sind.

Einziger und wirklich ärgerlicher Nachteil ist, dass man sich all das selber erarbeiten muss, denn leider liegt dem Paket keinerlei Bedienungsanleitung bei und auch auf der CD-ROM findet sich kein Hinweis auf eine Anleitung.

Die Arbeit beginnt

Sind alle Einstellungen vorgenommen, beginnt die eigentliche Arbeit. Sie machen ein Bild, bewegen Kamera und Panoramateller auf die nächste Position und arbeiten sich so durch den gewünschten Aufnahmebereich durch. Wichtig ist es bei Panoramaaufnahmen, die Kamera nach Möglichkeit in einem manuellen oder RAW-Modus zu betreiben, um identische Aufnahmeparameter für jedes Einzelbild zu erlangen, denn sonst könnten unterschiedliche Helligkeiten oder Farbdarstellungen die homogene Panoramasicht trüben.
Wir haben im Rahmen des Tests verschiedene Serien mit 3, 5 oder 6 Bildern gemacht, die wir entweder mit manuellen Einstellungen oder auch mit einer Landschaftsautomatik erstellten. Letzteres vor allem, um zu überprüfen, in wie weit kleinere Unterschiede im Ausgangsmaterial von der Software ausgeglichen werden können.

 

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Aus mehreren Einzelbildern wird ein Panormabild erzeugt. Das Prinzip ist einfach
und funktioniert gut.

 


Software

Hat man alle Bilder fotografiert, geht es an den Computer, wo man den ArcoSoft PanoramaMaker Version 3 startet. Leider ist dieser nicht in der Lage, direkt RAW-Formate zu lesen, was zwar angesichts des günstigen Preises verständlich, aber dennoch mühsam ist, denn so müssen Sie Ihre Bilder, sollten Sie sie in diesem empfehlenswerten, da verlustfreien Format aufgenommen haben, erst in einem anderen Programm möglichst identisch in ein Format wie TIF oder JPG umwandeln lassen, bevor Sie es im Programm öffnen können. Hier können Sie einige Parameter festlegen, sich aber auch auf die vorzüglich arbeitende Automatik verlassen. Haben Sie alle Bilder geöffnet, die Sie stitchen, also zu einem Panoramabild zusammenfügen wollen, müssen Sie nun festlegen, welche der geöffneten Bilder wirklich genutzt werden und in welcher Reihenfolge.

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Zuerst gilt es, die Einzelbilder für das spätere Panorama in das obere
Storyboard u laden, von wo aus man sie in das untere zieht. Leider erfolgt
die Sortierung nicht automatisch.

 




 

Schade ist dabei jedoch, dass die geöffneten Bilder nicht direkt in richtiger Reihenfolge sortiert sind. Da man davon ausgehen kann, dass Kameras die Bilder durchnummerieren, sollte eine Sortierung nach Namen obsolet sein. Hier muss man diesen Schritt erst manuell ausführen.


Stitch

Dafür ist das Stitchen sehr gut gelöst. Nach kurzer Rechenzeit steht ein Panoramabild bereit, das sich sehen lassen kann. Sollte es übrigens beim Übereinanderlegen nicht ganz gepasst haben, können Sie die Bilder noch etwas nachbearbeiten, indem Sie Referenzpunkte festlegen, an denen die Bilder übereinstimmen. Wie das geht steht in der sehr knappen Onlinehilfe des Programms. Auch eine manuelle Anpassung von Helligkeit und Kontrast sind möglich, allerdings haben wir uns auf die gut funktionierende automatische Korrektur verlassen.
Schade ist, dass die fertigen Panoramen in den Ecken weiße Flecken aufweisen. So muss man entweder beim Fotografieren schon etwas „Luft“ nach oben und unten sowie zu den Seiten einplanen, um das fertige Bild passend beschneiden zu können oder in einer dafür geeigneten Software Bildteile nachträglich einmalen. Hama verweist hier darauf, dass dies nötig sei, um bei 360 Grad Panoramen optimale Ergebnisse zu erzielen. Wir würden uns jedoch wünschen, dass man als User eine Auswahlmöglichkeit hat, je nach dem, ob man in 360 Grad arbeitet oder eher ein Breitwand-Panorama erstellen möchte.

 

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Kleinere Bildbearbeitungsschritte sind auch direkt in der Panoramasoftware
möglich. Auch das Beschneiden des fertigen Panoramas, um die störenden
weißen Ecken zu verdecken, ist hier machbar.

 


Trotz dieser kleinen Stolpersteine hat uns die gesamte Lösung aus Adapter und Software gut gefallen, ermöglicht sie doch den einfachen und guten Einstieg in die Thematik, der mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 29,99 Euro auch nicht sehr teuer ausfällt. Dabei berechnet die Software sehr schnell, einfach und zuverlässig aus verschiedenen Ausgangsmaterialien die passenden Panoramen.
Wer sich Mühe beim Ausrichten des Stativs und beim Fotografieren gibt, wird mit ordentlichen Ergebnissen belohnt.

Alternativen

In dieser Preisklasse gibt es kaum Alternativen. Der Versender Pearl (www.pearl.de) bietet derzeit für 9,90 Euro eine einfachere Variante an, die mit einer Stitch-Software von ULead geliefert wird. Sie bietet jedoch keine integrierte Wasserwaage und wirkt weniger solide verarbeitet. Hier würden wir den überschaubaren Mehrpreis für die Hama-Lösung außer Acht lassen und Ihnen eher zur Hama-Lösung raten, denn diese ist im Handel zu Preisen um 23,- Euro erhältlich.

 

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Fazit

Für alle, die nicht gleich hunderte Euros ausgeben wollen, um in den Genuss von Panoramafotografie zu gelangen, bietet Hama hier ein günstiges und gut funktionierendes Paket an, das seinen Preis wert ist.


Plus

- integrierte Wasserwaage
- einfache und schnelle Montage
- einfachste Bedienung
- gute Ergebnisse
- tolles Preis-Leistungsverhältnis

Minus
- Keine Bedienungsanleitung
- Bilder werden in der Software nicht automatisch sortiert
- Bilder haben in den Ecken weiße Flecken

Weitere Infos unter www.hama.de

 

 

 

 

 

 


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