Panoramafotos sind beeindruckend und wenn sie gut gemacht sind, geben
sie einen Eindruck von einer Landschaft, die der menschlichen
Wahrnehmung sehr nahe kommt und die Weite widerspiegelt, die Fotos im
klassischen Format oft vermissen lassen.

Die Alternative für preisbewusste Fotografen ist die Verwendung einer
herkömmlichen Kamera mit einem Stativ, das mit einem Panoramakopf
ausgestattet wird, um die Kamera entsprechend zu drehen. So macht man
vom gewünschten Panorama mehrere Einzelbilder, die sich später am
Computer mit einer Software zu einem Panorama vereinigen lassen.
Allerdings ist das Angebot nicht sehr reichhaltig und entsprechende
Panoramaköpfe oder –adapter sind ebenfalls sehr teuer. Dafür hat man
die perfekte Kontrolle über Winkelschritte und die Einstellung des
Nodalpunktes, sodass sich die Kamera auch wirklich um die optische
Achse dreht.
Andere Lösungen
Und dann gibt es da noch die Einsteigerklasse, die sich um solche
Feinheiten wenig kümmert, sondern pures
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| Der Panoramateller wird einfach auf ein Stativ montiert und darauf dann die Kamera befestigt. |
Panoramavergnügen verspricht.
Ein solches Set, bestehend aus Panoramateller und Software erreichte
uns von Hama. Alles, was man nun noch zum Panoramaglück benötigt, sind
eine Digitalkamera (zur Not könnte man sogar analog arbeiten und die
Bilder digitalisieren) und ein Stativ. Auf das Stativ wird der
Panoramateller aus recht robust wirkendem Kunststoff aufgeschraubt. Auf
diesen gerasterten Drehteller kommt dann die Kamera, sodass diese in
vorgegeben Winkelschritten gedreht werden kann. Bei einer etwas
gewichtigeren Kamera, wie der hier verwendeten Nikon D70 sind die
Rasterungen jedoch nicht immer sofort eindeutig zu spüren. Bei
leichteren Kameras klappt das besser. Angesichts des günstigen Preises
und des nötigen Kompromisses zwischen leichten und schweren Kameras ist
das jedoch völlig in Ordnung.
Sehr gut ist die integrierte Wasserwaage, die es erlaubt, die Kamera
recht genau auszurichten. Wer sich hier ein wenig Mühe gibt und Stativ
und Panoramaadapter genau ausrichtet, wird später mit deutlich besseren
Ergebnissen belohnt. Wir haben übrigens für diesen Test bewusst ein
sehr günstiges Stativ von Hama verwendet, das seinerzeit nicht mehr als
15 Euro gekostet haben durfte. Für uns war interessant, ob auch mit
einem etwas „abgenudelten“ und nicht ganz so präzisen Stativ noch gute
Ergebnisse zu erzielen sind.
Einziger und wirklich ärgerlicher Nachteil ist, dass man sich all das
selber erarbeiten muss, denn leider liegt dem Paket keinerlei
Bedienungsanleitung bei und auch auf der CD-ROM findet sich kein
Hinweis auf eine Anleitung.
Die Arbeit beginnt
Sind alle Einstellungen vorgenommen, beginnt die eigentliche Arbeit.
Sie machen ein Bild, bewegen Kamera und Panoramateller auf die nächste
Position und arbeiten sich so durch den gewünschten Aufnahmebereich
durch. Wichtig ist es bei Panoramaaufnahmen, die Kamera nach
Möglichkeit in einem manuellen oder RAW-Modus zu betreiben, um
identische Aufnahmeparameter für jedes Einzelbild zu erlangen, denn
sonst könnten unterschiedliche Helligkeiten oder Farbdarstellungen die
homogene Panoramasicht trüben.
Wir haben im Rahmen des Tests verschiedene Serien mit 3, 5 oder 6
Bildern gemacht, die wir entweder mit manuellen Einstellungen oder auch
mit einer Landschaftsautomatik erstellten. Letzteres vor allem, um zu
überprüfen, in wie weit kleinere Unterschiede im Ausgangsmaterial von
der Software ausgeglichen werden können.
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Aus mehreren Einzelbildern wird ein Panormabild erzeugt. Das Prinzip ist einfach
und funktioniert gut.
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Software
Hat man alle Bilder fotografiert, geht es an den Computer, wo man den
ArcoSoft PanoramaMaker Version 3 startet. Leider ist dieser nicht in
der Lage, direkt RAW-Formate zu lesen, was zwar angesichts des
günstigen Preises verständlich, aber dennoch mühsam ist, denn so müssen
Sie Ihre Bilder, sollten Sie sie in diesem empfehlenswerten, da
verlustfreien Format aufgenommen haben, erst in einem anderen Programm
möglichst identisch in ein Format wie TIF oder JPG umwandeln lassen,
bevor Sie es im Programm öffnen können. Hier können Sie einige
Parameter festlegen, sich aber auch auf die vorzüglich arbeitende
Automatik verlassen. Haben Sie alle Bilder geöffnet, die Sie stitchen,
also zu einem Panoramabild zusammenfügen wollen, müssen Sie nun
festlegen, welche der geöffneten Bilder wirklich genutzt werden und in
welcher Reihenfolge.
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Zuerst gilt es, die Einzelbilder für das spätere Panorama in das obere
Storyboard u laden, von wo aus man sie in das untere zieht. Leider erfolgt
die Sortierung nicht automatisch.
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Schade ist dabei jedoch, dass die geöffneten Bilder nicht direkt in
richtiger Reihenfolge sortiert sind. Da man davon ausgehen kann, dass
Kameras die Bilder durchnummerieren, sollte eine Sortierung nach Namen
obsolet sein. Hier muss man diesen Schritt erst manuell ausführen.
Stitch
Dafür ist das Stitchen sehr gut gelöst. Nach kurzer Rechenzeit steht
ein Panoramabild bereit, das sich sehen lassen kann. Sollte es übrigens
beim Übereinanderlegen nicht ganz gepasst haben, können Sie die Bilder
noch etwas nachbearbeiten, indem Sie Referenzpunkte festlegen, an denen
die Bilder übereinstimmen. Wie das geht steht in der sehr knappen
Onlinehilfe des Programms. Auch eine manuelle Anpassung von Helligkeit
und Kontrast sind möglich, allerdings haben wir uns auf die gut
funktionierende automatische Korrektur verlassen.
Schade ist, dass die fertigen Panoramen in den Ecken weiße Flecken
aufweisen. So muss man entweder beim Fotografieren schon etwas „Luft“
nach oben und unten sowie zu den Seiten einplanen, um das fertige Bild
passend beschneiden zu können oder in einer dafür geeigneten Software
Bildteile nachträglich einmalen. Hama verweist hier darauf, dass dies
nötig sei, um bei 360 Grad Panoramen optimale Ergebnisse zu erzielen.
Wir würden uns jedoch wünschen, dass man als User eine
Auswahlmöglichkeit hat, je nach dem, ob man in 360 Grad arbeitet oder
eher ein Breitwand-Panorama erstellen möchte.
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Kleinere Bildbearbeitungsschritte sind auch direkt in der Panoramasoftware
möglich. Auch das Beschneiden des fertigen Panoramas, um die störenden
weißen Ecken zu verdecken, ist hier machbar.
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Trotz dieser kleinen Stolpersteine hat uns die gesamte Lösung aus
Adapter und Software gut gefallen, ermöglicht sie doch den einfachen
und guten Einstieg in die Thematik, der mit einer unverbindlichen
Preisempfehlung von 29,99 Euro auch nicht sehr teuer ausfällt. Dabei
berechnet die Software sehr schnell, einfach und zuverlässig aus
verschiedenen Ausgangsmaterialien die passenden Panoramen.
Wer sich Mühe beim Ausrichten des Stativs und beim Fotografieren gibt, wird mit ordentlichen Ergebnissen belohnt.
Alternativen
In dieser Preisklasse gibt es kaum Alternativen. Der Versender Pearl
(www.pearl.de) bietet derzeit für 9,90 Euro eine einfachere Variante
an, die mit einer Stitch-Software von ULead geliefert wird. Sie bietet
jedoch keine integrierte Wasserwaage und wirkt weniger solide
verarbeitet. Hier würden wir den überschaubaren Mehrpreis für die
Hama-Lösung außer Acht lassen und Ihnen eher zur Hama-Lösung raten,
denn diese ist im Handel zu Preisen um 23,- Euro erhältlich.
Fazit
Für alle, die nicht gleich hunderte Euros ausgeben wollen, um in den
Genuss von Panoramafotografie zu gelangen, bietet Hama hier ein
günstiges und gut funktionierendes Paket an, das seinen Preis wert ist.
Plus
- integrierte Wasserwaage
- einfache und schnelle Montage
- einfachste Bedienung
- gute Ergebnisse
- tolles Preis-Leistungsverhältnis
Minus
- Keine Bedienungsanleitung
- Bilder werden in der Software nicht automatisch sortiert
- Bilder haben in den Ecken weiße Flecken
Weitere Infos unter www.hama.de
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