Seit ca. vier Wochen bin ich glücklicher Besitzer des neuen Flagschiffes im Semi-Profi- Bereich von Canon und konnte die Kamera in dieser Zeit einem ausgiebigen Test unterziehen.

Das Gehäuse aus robuster Magnesiumlegierung liegt mit seinem Gewicht von 820 Gramm sehr gut in der Hand. Auffällig ist das auf 3 Zoll (230.000 Pixel) vergrößerte Display, mit dem bei der neu konzipierten 40D nun auch die Möglichkeit der Livebild-Funktion besteht. Im Livebild-Modus kann man auch mit dem Autofokus scharf stellen, sodass Fotografieren aus verschiedensten Positionen möglich wird. Ferner kann ein Raster über das Display gelegt werden, was bei Landschafts- oder Architekturaufnahmen das Ausrichten von Motiven vereinfacht.
Alles bleibt sauber
Das EOS-Integrated-Cleaning-System kommt wie schon in der EOS 400D und in der EOS-1D Mark III auch in der EOS 40D zur Minimierung von Staubpartikeln auf dem Bildsensor zum Einsatz. Beim Einschalten der Kamera wird der Sensor ca. 1 Sekunde lang gereinigt, dieser Vorgang kann durch antippen des Auslösers abgebrochen werden. Mit einer Einschaltzeit von 0,8 Sek. ist die 40D optimal geeignet, wenn es mal schnell gehen muss!
Der Canon DIGIC III Prozessor überzeugt mit schneller Reaktionszeit, optimierter Farbwiedergabe und ist ein weiteres Highlight, das aus der Profi-Liga-Kamera 1D Mark III übernommen wurde.
Licht im Dunkeln
Der Canon CMOS-Sensor der dritten Generation weist gegenüber seinem Vorgänger ein neues Pixeldesign auf, hierdurch konnte das Bildrauschen weiter reduziert werden. Die EOS 40D bietet auch noch bei ISO 1600 eine sehr gute Bildqualität. Bei schwierigen Lichtverhältnissen oder wenn nicht geblitzt werden kann oder darf, kann die Empfindlichkeit auf ISO 3200 erhöht werden.
Welcher Fotograf kennt das Problem mit dem engen Dynamikbereich der Lichter z.B. bei der Hochzeitsfotografie oder anderen hellen Bereichen. Der Tonwert-Priorität-Modus bietet ab ISO 200 die Möglichkeit zur Erweiterung des Dynamikbereiches, um so eine bessere Detailzeichnung zu erhalten.
Schnell
Der DIGIC-III-Prozessor ermöglicht Reihenaufnahmen mit bis zu 6,5 Bildern pro Sekunde, der Pufferspeicher hat eine Kapazität für bis zu 75 Large JPEG-komprimierte Aufnahmen und bis zu 17 Aufnahmen im RAW-Format.
Neuer Autofokus
Eine weitere Verbesserung ist das neue Autofokus-System mit Kreuzsensoren und neun AF-Messfeldern. Alle neun AF-Messfelder stellen sowohl auf horizontale als auch auf vertikale Bildstrukturen scharf.
Mit der Picturestylefunktion bekommt der Fotograf eine Vielzahl von Einstellungsmöglichkeiten wie die Kamera bei JPEG-Fotos die Schärfe, den Kontrast, die Farbsättigung regelt. Auch wenn man beim Arbeiten im RAW-Modus sicher diese Einstellungen später am Computer mit der Hand erledigen möchte, ist es doch für den ein oder anderen Einsatzzweck, wenn es „mal schnell gehen muss“ eine Hilfe und Einsteiger werden die Möglichkeiten sicher zu schätzen wissen.
Robust, dicht und einfach
Die Bedienelemente sind sehr gut und übersichtlich an der Kameraober- und Rückseite angebracht. Durch das große Wahlrad und dem kleinen Joystick auf der Rückseite ist man in der Lage, sich sehr schnell durch die Funktionen zu bewegen.
Erwähnenswert ist noch die extra Abdichtung des Speicherkartendeckels und des Akkufachs gegen Spritzwasser und Staub.
Wer sich für einen Batteriegriff für die 40D interessiert, sollte darauf achten, keinesfalls einen zu kaufen, der auch für die EOS 30D geeignet ist. Dieser passt zwar auch, ist aber nicht gegen Spritzwasser und Staub abgedichtet.
Das vergrößerte Sucherbild ist ebenso gelungen wie die Option das man auf dem oben links liegenden Wahlrad drei benutzerdefinierte Einstellungen abspeichern kann.
Über den optional erhältlichen Wireless File Transmitter WFT-E3 kann die Kamera kabellos gesteuert werden und Aufnahmen können direkt auf einen PC oder auf eine externe Festplatte übertragen werden. Allerdings finde ich den Preis von ca. 800 Euro für diese Option ein bissel happig.
Fazit
Mit der neuen Canon 40 D setzt Canon die Messlatte im Semi-Profi-Bereich ein ganzes Stück höher. Mit Profiausstattung zu einem Preis von ca. 1.190,- Euro bietet sie Fotografen viele Möglichkeiten und viel Spaß mit einer hochwertigen Kamera.
|
Auflösung (Pixel)
|
3.888 x 2.592
|
|
Sensor Chip
|
22,2 x 14,8 mm CMOS
|
|
Chip Auflösung (Mio. Pixel)
|
10,1
|
|
Video-Ausgang
|
Ja
|
|
USB
|
2.0
|
|
PictBridge (Direktdruck ohne PC)
|
Ja
|
|
Wechselspeicher Art
|
CF (I / II)), Microdrive
|
|
Wechseloptik
|
Ja
|
|
Bajonettanschluss
|
Canon EF/EF-S
|
|
Brennweite (mm)
|
17 - 85
|
|
Belichtungsmessung
|
TTL-Offenblendenmessung, Mehrfeldmessung, Selektivmessung,
Spotmessung, Mittenbetonte Integralmessung
|
|
Belichtungssteuerung
|
Programmautomatik, Zeitautomatik, Blendenautomatik, Manuelle
Belichtung
|
|
Verschlusszeiten (Sek.)
|
30 - 1/8.000
|
|
Schärfenregelung
|
Autofokus / manuelle Fokussierung
|
|
Sucher
|
Dachkantprisma, Dioptrinausgleich -3 bis +1
|
|
Blitzaufnahmen
|
Blitz eingebaut, ; Aufsteckschuh für externen Blitz
|
|
LCD-Bildschirm
|
Ja
|
|
Größe (cm)
|
7,62
|
|
Windows XP
|
Ja
|
|
Windows 2000
|
Ja
|
|
Windows Vista
|
Ja
|
|
MAC
|
Ja (siehe Beschreibungstext)
|
|
Farbe
|
schwarz
|
|
Breite (mm)
|
145,5
|
|
Höhe (mm)
|
107,8
|
|
Tiefe (mm)
|
73,5
|
|
|
Weitere Infos unter www.canon.de
|