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Kurztest EOS 5D Mark II
Geschrieben von Andy Moraine   
Sonntag, 08 Februar 2009
eos_5d_mark_ii_creative_7aufmAuf der Photokina letzten September stellte Canon seine neue EOS 5D Mark II vor. La Garda Autor Andy Moraine aus Wien hat sie für uns mal genauer unter die Lupe genommen. trennlinie

 



Das Wichtigste gleich mal vorab: die Kamera ist knapp dran an den Topmodellen von Nikon und Canon. Klarerweise wird sich Canon nicht selbst sein Premiumsegment mit einer Kamera kannibalisieren, die gerade mal ein Drittel einer Canon EOS 1Ds Mark III kostet und dementsprechend liegt die 5D Mark II natürlich auch etwas unter dem Premiumsegment von Nikon.


Aufbau und Nachteile

Der Autofokus ist auf der Höhe der Zeit. Präzise und sicher. Keinesfalls eine Enttäuschung, wenn man als Maßstab den Autofokus der EOS 5D als Vergleich heranzieht.
Die Verarbeitung der Kamera ist solide, wenn auch an manchen Stellen noch etwas verbesserungswürdig (insbesondere die Batterieabdeckung und die Speicherkartenabdeckung, die beide unter Umständen knarzen können).

Die Anordnung der Sensoren im Autofokus ist im Wesentlichen analog zur Vorgängerkamera, es gibt neun AF-Messfelder und sechs AF-Hilfsfelder.

Im Einsatz

Die Auslösegeschwindigkeit der Kamera ist mit 0,06 bis 0,17 Sekunden im Telebereich ausreichend, jedoch nicht rekordverdächtig. Selbst Kameras der nächst niedrigeren Klasse können da mehr (etwa die EOS 40D).eos_5d_mark_ii_w_24_105mm_frt Das liegt vor allem an den riesigen Datenmengen, die zu bewältigen sind. Durch die Bilder, die eine Auflösung von 21 Megapixel haben, kommt ein RAW auf maximal 35MB. Dabei sind die beiden sRaw-Formate eine echte Hilfe: zu Gunsten der geringeren Auflösung erhält man eine schnellere Kamera mit 10 MP beziehungsweise 5 MP.

Die Kamera glänzt mit einem ausgezeichneten Rauschverhalten auch bei höheren ISO-Einstellungen. Das Display, das mittlerweile auf stolze 3.0“ und 920.000 Bildpunkte angewachsen ist, ermöglicht es erstmals, dass Bilder auch hier schon beurteilt werden können. Die Bildauflösung von 5616 mal 3744 Pixel bietet nun auch erstmals ausreichende Reserven für hochwertige Prints, die feine Details wiedergeben.

Erstmal wurde auch im Rahmen der EOS-Reihe eine Video-Funktion implementiert. Ob eine Videofunktion im Bereich der semiprofessionellen Kameras ein Kaufkriterium ist, bleibt abzuwarten. Hingegen hat LiveView mittlerweile gezeigt, dass es in diesem Segment durchaus akzeptiert und genutzt wird.

Ein kleines aber dennoch gelegentliches Manko ist der fehlende interne Blitz.

Fazit

Alles in allem ist die Kamera in meinen Augen durchaus ein Gerät, das sich auch in der Profiliga der Fotografen etablieren kann. Dabei ist das Preis-Leistungsverhältnis wirklich sehr gut.

 

 


Übersicht

Produkt:
EOS 5D Mark II
Produktart:
Digitale Spiegelreflexkamera
Maße: ca. 152 x 113,5 x 75 mm
Hersteller:
Canon
UVP:
2499 Euro (nur Body), 3299 Euro (mit EF 24-105mm F4,0 L IS USM Objektiv)
Straßenpreis:
2399 EUR (nur Body), 3099 EUR (mit Objektiv)
Internet:
www.canon.de/For_Home/Product_Finder/Cameras/Digital_SLR/EOS_5D_Mark_II/index.asp?specs=1

Plus/Minus

+ Preis-Leistungsverhältnis
+ gutes Rauschverhalten
+ sicherer Autofokus
+
großes Display
- vergleichsweise langsam
 -  kein interner Blitz
 

Noten

(10 = maximale Punktzahl)
Benutzerfreundlichkeit: 9,0
Preis-Leistung 10,0
Verarbeitung:
8,0
Vielfalt:
10,0
Gesamtnote:
9,25
 

 

Kommentare (2)add comment
moraine kommenat: Re: Bin total enttäuscht
Das die Serie der EOS 1Ds (eine 1D lässt sich nicht wirklich damit vergleichen, da kein Vollformat) besser ist als die EOS 5D Mark II ist nicht weiter verwunderlich. Die EOS 5D spielt definitv nicht in der Liga mit, obwohl weit weg ist die EOS 5D nicht von der EOS 5D Mark II.

Serienbilder bei hohen ISO-Einstellungen schaffen andere Kameras besser. Aber meiner Meinung nach hält die EOS 5D Mark II gut mit.

Nach etwa 5.000 Bildern konnte ich bislang noch keine Staubprobleme feststellen - wobei ich gestehen muss, dass ich noch nicht aktiv nachgesehen habe.

lg
moraine
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Februar 09, 2009
Stimmen: +1
Michael Stange: Bin total enttäuscht
Kurz vor Weihnachten kam endlich das langersehnte Paket. Inzwischen habe ich ein paar tausend Aufnahmen gemacht und die Ernüchterung ist eingetreten.
Die hohen Empfindlichkeiten sind nicht zu nutzen das die Qualität so rapide abnimmt, wei die Empfindlichkeit hoch geht. Wir haben Teste mit der EOS 1 Mark 3 und Mark 2 gemacht. Die sind auf keinen Fall schlechter (bei 1600 ASA) ich glaube meine EOS 5 ohne Mark ist bei 3.200 ASA auch nicht shlechter.
Staub. Die angebliche Reduktion von Staub funktioniert nicht zufriedenstellend. Nach 2 Monaten nun ist Staub auf dem Chip und ich muss mir nun überlegen, wie ich wegbekomme. Das gleiche Problem hatte ich auch schon mit der EOS 1 Makr III, die ich mir ausgeliehen hatte. Meine erste Aufnahme war die 48. Aufnahme mit diesem Gerät und auch hier war Staub auf neutral grauem Hintergrund zu erkennen.
Traurig, das Canon so tolle Features einbaut und bewirbt, die im Endeffekt nichts bringen.
2

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Februar 09, 2009
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