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Buchbesprechung Licht & Belichtung für Digitalfotografen
Geschrieben von Dirk Klein   
Freitag, 05 Dezember 2008
licht_und_belichtung_aufm1Wer kennt das nicht? Man hat eine Kamera gekauft, die ersten spannenden Motive entdeckt, dabei seine Bildideen entwickelt, diese komponiert, abgelichtet und am Ende stimmt am Ergebnis etwas nicht. Die entscheidenden Zutaten zum guten Foto, sprich Schärfe und Belichtung stimmen nicht …
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Diese Ergebnisse können gerade bei Einsteigern zu Frust führen. Diesem Problem versucht der Autor mit seinem Buch Abhilfe zu verschaffen.

Inhalt

Im Vorwort wird der wichtigste Aspekt der Fotografie, der Umgang mit Licht, erklärt. Dem Leser zeigt sich von Anfang an anhand der Lehr und Beispielfotos, dass der Autor ein Faible für die Landschafts- und Makrofotografie hat. Die Fotos sind schön anzusehen und verführen den Leser zur Nachahmung und Umsetzung des gerade Gelernten.licht_und_belichtung_aufm2 Das Buch ist gut strukturiert und in einzelne Kapitel aufgeteilt, welche einer logischen Lernlinie folgen. Dabei sind sie soweit möglich in sich geschlossen und können daher auch einzeln für sich gelesen werden. Um das eine oder andere Thema zu vertiefen, gibt es Querverweise in andere Kapitel. Wer also beispielsweise nur etwas über das Thema Verschlusszeit wissen möchte, kann dies in dem entsprechenden Kapitel tun ohne sich mit den anderen Kapiteln befassen zu müssen. Somit hat der Leser etwas mehr Freiheiten, sich dem komplexen Thema Licht und Belichtung zu nähern ohne dabei den sprichwörtlichen Faden zu verlieren. Dabei kann er sich folgende Kapitel erarbeiten: „Belichtung“, „Blende“, „Verschlusszeit“, „ISO und Rauschen“, „Licht“ sowie „Die digitale Dunkelkammer“.
Die ersten vier Kapitel behandeln sehr plausibel die grundlegenden Begriffe der Fotografie, wobei der Autor dies dem Leser ohne allzu große Technikverliebtheit in verständlichen Worten und mit guten Fotos erläutert. Insbesondere die „Belichtungsgleichung“ dürfte dem Leser die Augen für die Zusammenhänge von Licht, Belichtungszeit, Blende und der ISO-Empfindlichkeit öffnen.
Das Kapitel Licht umfasst den Kern der fotografischen Arbeit, wobei der Autor auch hier in schlichten, lehrreichen Worten und beispielhaften Bildern die einzelnen Formen von Licht und dessen Wirkung, im wahrsten Sinne des Wortes „greifbar“ macht. Auch kniffelige Themen wie Nachtaufnahmen und Langzeitbelichtung schafft er locker und verständlich zu erklären.
Den Abschluss bildet das Kapitel „Die digitale Dunkelkammer“. Hier erklärt Harold Davis die wichtigsten Bildbearbeitungsmethoden wie RAW-Konvertierung oder Schwarzweiß Bildtechnik. 

Fazit

Das Buch ist eine Übersetzung aus dem Amerikanischen, die sich angenehm lesen lässt und dabei auch verständlich ist. Kleine Übersetzungsfehler (der Begriff „F-Stopp“ ist im hiesigen Sprachgebrauch eher nicht bekannt, Blendenstufe als Übersetzung hätte da sicherlich gereicht) sind dabei einfach zu verkraften.

Harold Davis arbeitet mit Nikon Kameras und Objektiven, wobei er diese Marke im Buch selbst nicht in den Vordergrund stellt und sein Werk somit auch für Nutzer anderer Kameramarken interessant ist. Die Bildbeispiele sind verständlich und schnörkellos. Das Buchlayout ist flott und übersichtlich angelegt und die einzelnen Kapitel sind verständlich und plausibel, wobei der Leser ob des umfangreichen Lesestoffes nicht überfordert, sondern behutsam angeleitet wird.


Licht & Belichtung für Digitalfotografen
Harold Davis
1. Auflage September 2008
ISBN-13: 978-3897218758
176 Seiten
O´Reilly Verlag, 24,90 Euro

Weitere Infos unter www.oreilly.de.

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