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Buchbesprechung „Digitale Fotopraxis Aktfotografie“
Geschrieben von Pit Hermann   
Mittwoch, 05 November 2008
dfakleinDas Buch aus dem Galileo Verlag ist nicht nur groß und schwer, sonder bietet auf knapp 400 Seiten viele Informationen rund um die Aktfotografie und richtet sich besonders an Einsteiger.
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Das Buch gibt einen umfassenden Einblick in die Thematik, startet mit der Erläuterung einiger sinnvoller Grundlagen und erklärt einige für die Aktfotografie relevante Dinge.
Ob es um die Bildidee über die Auswahl des richtigen Models geht oder um die Lichtgestaltung und Bildnachbearbeitung.
Sehr hilfreich ist, dass der Autor auch auf rechtliche Aspekte bei der Aktfotografie eingeht, ein Themenbereich, der ja in diversen Foren gerne „spekuliert-diskutiert wird“. Ein Beispiel finden Sie dazu im La Garda Artikel: Praxis Rechtliche Fragen: Wer besitzt das Recht am Bild?

dfaNeben dem reinen Text findet sich eine Vielzahl an Bildern in diesem Buch, die Beispiele von Aktfotografie geben. Dazu wird bei jedem Bild erläutert, mit welchen „Parametern“ wie  Brennweite, Blende, Belichtungszeit etc. es aufgenommen wurde.
Sehr schön ist, dass auch bestimmte Lichtsituationen erklärt werden, um so zu verdeutlichen, wie beispielsweise Low-key-Fotografie funktioniert. Das hätte ich mir am liebsten für alle Bilder gewünscht, um noch mehr verstehen und lernen zu können, wie Aufnahmesituationen waren.
Zwar sind die Skizzen der Lichtsituation sehr aussagekräftig, aber ich hätte mir noch ein paar mehr Informationen über verwendetes Licht, Lichtformer und Leistung gewünscht, denn nicht immer kann man sofort erkennen, ob eine Softbox mit oder ohne Wabe genutzt wurde, ob Reflektoren hell sind oder mit der dunklen Seite zum Abschatten genutzt werden. Überhaupt hätte ich mir für alle Bilder noch mehr Infos gewünscht, wie die Lichtsituation gewesen ist, um einen noch größeren Lerneffekt zu erzielen.

Die Bildbearbeitungs-Workshops wie z.B. „RAW-Konvertierung“, „Montagen“ oder „Haut abpudern“ sind gut ausgearbeitet, leicht verständlich und als Hilfe, insbesondere für Einsteiger wertvoll.
Jedoch sollte man vielleicht in einer eventuellen Neuauflage von verallgemeinerten Aussagen wie „ein Aktphoto ist nur gut, wenn es genug bearbeitet wurde“ verzichten.

In mehreren Interviews mit verschiedenen Fotografen erfährt der Leser mehr über die Arbeits- und Sichtweise aus unterschiedlichen fotografischen Bereichen.

Fazit

Ein Buch, das Einsteigern einen guten Einblick gewährt und viele Informationen für die ersten Schritte gibt. Darüber hinaus bietet es durch seine Bebilderung, die eine oder andere Inspirationsquelle.


Übersicht

Digitale Fotopraxis: Aktfotografie
Inklusive Nachbearbeitung in Photoshop


Autor: Martin Zurmühle
Verlag: Galileo Design
ISBN: 978-3-8362-1120-8
Umfang: 376 Seiten geb., komplett in Farbe, mit DVD
Preis: 49,90 Euro
www.galileo-press.de
Kommentare (1)add comment
Martin Zurmühle: Gute Tipps
Hallo Pit
Danke für deine Rezension und die Hinweise. Es freut mich, dass dir mein Buch gefällt. Ich werde bei meinem nächsten Buch versuchen, die Lichtsituationen noch besser zu erklären und mit Skizzen zu zeigen. Deine Anmerkung "ein Aktphoto ist nur gut, wenn es genug bearbeitet wurde“ hat mich allerdings etwas überrascht, denn das entspricht nicht meiner Meinung. Vielleicht habe ich mich da zuwenig klar im Buch ausgedrückt. Ich wollte zum Ausdruck bringen, dass ein gutes Aktbild mit einer gekonnten Bildbearbeitung erst das ganze Potential entfaltet, so wie in der analogen Zeit eine gute Laborarbeit dem Bild die besondere Wirkung gab. Mit der Bildbearbeitung alleine entstehen noch keine Meisterwerke, es braucht dazu schon ein technisch und gestalterisch gutes Ausgangsbild.
Viele Grüsse
Martin
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November 08, 2008
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