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Buchbesprechung „Das HDRI-Handbuch“ |
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Geschrieben von Frank Eckgold
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Donnerstag, 23 Oktober 2008 |
Das HDRI-Handbuch von Christian Bloch ist sicherlich eines der umfassendsten Werke, das derzeit zu diesem Thema auf dem deutschsprachigen Markt verfügbar ist. Es behandelt nicht nur die Erstellung eines HDR-Bildes bis hin zum Tonemapping, vielmehr werden die jeweiligen Verfahren bis ins letzte technische Detail erläutert.

Grundlegende Begriffe werden anhand von Beispielen erläutert, technisches Wissen wird oftmals anhand von Tabellen und Formeln erläutert.
Christian Bloch lebt und arbeitet in Hollywood. In den Jahren seiner beruflichen Laufbahn hat er u.a. für Serien-Produktionen wie StarTrek:Enterprise, Smallville u.a. gearbeitet. Seine Arbeiten wurden mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Emmy-Award.
Die Background-StoryDie Background-Story liefert einen ersten, tiefen Einblick in die Grundzüge von High Dynamic Range Imaging. Um zu verstehen, welche Möglichkeiten HDRI bietet, werden hier u.a. die Grundlagen der analogen und digitalen Fotografie behandelt. Dabei hebt der Autor die Vorteile der digitalen Fotografie im Bereich HDRI deutlich hervor.
Neue WerkzeugeIn diesem Kapitel werden Programme und Dateiformate für den HDRI-Workflow vorgestellt. Standard-Programme und Dateiformate haben sich für den HDRI-Workflow als unzureichend erwiesen - die Bearbeitungsmöglichkeiten sind zu eingeschränkt und der große Dynamikumfang von HDR-Bildern wird nicht unterstützt. Es werden aber nicht nur Vor- und Nachteile der jeweiligen Software und Formate aufgezeigt, es werden auch praktische Tipps zur Integration in den HDRI-Workflow gegeben.
Erstellen von HDR-BildernDer Aufnahme von HDR-Bildern ist ein ganzes Kapitel gewidmet, das diverse Ansätze zur Aufnahme von HDR-Bildern behandelt, hochwissenschaftlich als auch praktisch und einfach. Unterschiedliche Verfahren werden erläutert und deren Ergebnisse verglichen. Zude m wagt der Autor einen Blick in die Zukunft der digitalen HDRI-Fotografie.
TonemappingEin kontroverses Thema im Bereich High Dynamic Range Imaging - das Tonemapping – erhält ein komplettes eigenes Kapitel. Vorgestellt werden automatische Verfahren und manuelle Methoden, um ein HDR-Bild mit großem Dynamikumfang mit einem reproduzierbaren Tonwertumfang aktueller Ausgabegeräte abzubilden, ohne dabei die Detailtiefe zu verlieren. Vorwiegend an Fotografen gerichtet, erläutert Bloch, wie HDR-Bilder zu besseren Prints verhelfen können. Es wird klar, das es beim Tonemapping weniger um Richtig oder Falsch geht, sondern vielmehr darum, die kreativen Möglichkeiten auszuloten. Die Gastautoren Uwe Steinmüller und Dieter Bethke, beides Profis, geben anhand atemberaubender Beispiele einen Einblick in ihre Arbeitsweise.
Bearbeitung von HDR-BildernEin großes Thema im HDRI-Workflow, die Bearbeitung und das Composing, werden in diesem Abschnitt behandelt. Neue Möglichkeiten werden mit konventionellen Methoden verglichen. Profis der Film- und Fernsehbranche lassen sich über die Schulter sehen und zeigen Techniken, mit denen sich dank HDRI lebensecht wirkende Montage erstellen lassen. Mit den Beispieldateien der beiliegenden DVD hat man die Möglichkeit, die Workshops nachzuvollziehen.
Panoramafotografie mit HDRIDas HDRI auch in der Panoramafotografie durchaus Vorteile hat, zeigt dieses Kapitel. Zwei Welten - Computergrafik und Fotografie - treffen hier aufeinander und verschmelzen zu einer neuen Kunstform. Der Panoramafotograf Bernhard Vogel hat sich intensiv in dieses Thema eingebracht. Gemeinsam mit Christian Bloch zeigt er Wege auf, um HDR-Panoramen zu erstellen. Das notwendige Equipment wird vorgestellt, Vor- und Nachteile diverser Ausrüstungsgegenstände gegeneinander abgewogen.
Computer-Generated-Imagery (CGI) AnwendungenHDR-Bilder und 3D-Renderings sind im letzten Kapitel das Thema. Hier wird gezeigt, wie sich HDR-Bilder in 3D-Renderings integrieren lassen. Der Autor erklärt die Funktionsweise von Rendering-Algorithmen und wie man sie zum Vorteil einsetzt. Schritt für Schritt zeigt er, wie die ideale Beleuchtung eingerichtet wird. Weiterhin stellt er ein neues Beleuchtungs-Toolkit vor, das das Einrichten der Beleuchtung für die meisten 3D-Programme automatisiert.
FazitFür Einsteiger in die Fotografie oder in die Computergrafik ist dieses
Buch nicht unbedingt geeignet. Zu viele Dinge beider Bereiche werden
vorausgesetzt, als das es für Einsteiger geeignet scheint. Man muss
allerdings auch kein Profi sein, um den Einstieg in HDRI mit diesem
Buch zu finden. Fotografen sollten sich mit Synchronzeit, Blende &
ISO auskennen, die manuelle Bedienung der Kamera sollte bekannt sein.
Auch das notwendige Equipment darf nicht unterschätzt werden, gerade im
Bereich der Objektive ist ein gewisses Maß an Abbildungsqualität
gefordert. Für den digitalen Workflow am PC werden gewisse
Grundkenntnisse beispielsweise im Umgang mit Adobe Photoshop
vorausgesetzt.
Mit einem Preis von 49,- EUR ist das HDRI-Handbuch im oberen
Preissegment anzusiedeln. Als Pendant in dieser Preisklasse wäre z.B.
Das Praxisbuch HDRI-Fotografie zu nennen, das für 45,- im Handel zu
bekommen ist. Viel Geld für ein Handbuch, aber das ist es allemal wert.
Für jeden HDRI-Interessierten unbedingt zu empfehlen.
Übersetzung aus dem Amerikanischen
406 Seiten, komplett in Farbe, Festeinband, mit DVD
ISBN 978-3-89864-430-3
49 Euro (D) / 50,4 Euro (A) / 84 sFr
dpunkt.verlag
Mehr Infos unter www.dpunkt.de
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