La Garda - Fotografie • Models • Make-up
La Garda

   
Playboy und kleiner Feigling
Geschrieben von Gianfranco La Garda   
Dienstag, 16 Oktober 2007
aufmacherIhr Name ist Babette Otto, sie ist Model, 33 Jahre jung und ihr Gesicht haben unzählige Leser des Magazins Playboy bestaunen können. Auch in der Werbung war sie erfolgreich aktiv, bevor Kinder und Familie ihrer Modelkarriere eine andere Wendung gaben.
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Erzähl uns doch mal deinen Werdegang. Was hast du vor dem Modeln gemacht?bild-001
Ich habe nie wirklich richtig gemodelt, da ich nach meinem ersten Shooting in Amerika für Venice Beach gemerkt habe, was das eigentlich für ein verlogenes Geschäft ist. Ich wollte immer Model werden, wie wahrscheinlich jedes Mädchen, aber ich fand mich immer so hässlich, weil die anderen ja alle so schick aussahen! Ich habe an einem Casting in Miami teilgenommen und dabei wurde mir klar, wie viel in diesem Geschäft mit Make-up und mehr Schein als Sein gearbeitet wird. Wie aus unscheinbaren Mädchen strahlende Schönheiten wurden. Auch, was im Nachhinein noch mit Bildbearbeitung geschönt wird, hat mich sehr verwundert. Deswegen war modeln im eigentlichen Sinne nie ein Thema für mich und ich habe mich auf meine Lehre als Restaurantfachfrau und später dann auch auf diesen Job konzentriert. Wenn Anfragen für Modeljobs kamen, konnte ich dann relativ entspannt damit umgehen.

Wann ging es mit dem Modeln los?
Wie gesagt so richtig eigentlich nie. Ich habe 1994 bei einem Miss-Genesis-Ausscheid mitgemacht, und da waren Leute von Venice Beach Hamburg, die mich gecastet haben. Als nächstes kam der Playboy und daraus ergaben sich wieder andere Geschichten. Aber richtig ernst genommen habe ich es nie. Es war just for fun, gab gutes Geld und es war immer toll, sich so zurechtgemacht auf den Bildern zu sehen. Privat schminke ich mich nicht, daher war es mal was ganz anderes.  







bild-892 Dann ist das Modeln also nicht dein Haupterwerb?
Nein, nach Kellnern und der Geburt meines ersten Kindes habe ich getanzt, ein paar Modenschauen gemacht und später eine eigene Agentur gehabt. Davon habe ich dann gelebt bis der Euro vieles verändert hat. Jetzt tanze ich nebenbei ein bisschen, mache im Büro private Jobvermittlung und zum Modeln bin ich jetzt zu alt.

Ist Model ein Wunschtraum von dir gewesen oder bist von anderen entdeckt oder angesprochen worden?
Ein Fotograf hatte mit 17 meine Fotos zum Playboy geschickt, was ich damals ziemlich toll fand. Aber da hat meine Mama nicht mitgespielt, sodass ich bis 1994 warten musste, um einen neuen Anlauf für den Playboy zu machen.
 
Du hast ja sehr unterschiedliche Stationen in Sachen Modeln durchlebt. Du warst im Playboy, hast für bekannte Marken Werbung gemacht. Erzähl mal ein bisschen aus dieser Zeit. Wie war das? bild-045
Aufregend und stressig,  du musst dich unterordnen und wenn du deinen Mund aufmachst, bist du ganz schnell weg vom Fenster - jedenfalls meistens. Man hat viele interessante und aufregende Leute kennen gelernt und es war einfach eine Zeit, die ich nie missen möchte. Unheimlich exzessiv und schön war es, allerdings würde ich heute nur eines anders machen: Ich würde das viele Geld nicht so durchbringen.
 
Haben dich die Leute auf der Straße erkannt?
Oh nein! Nur einmal im Heidepark ist mir das passiert und das an einem Tag, als ich richtig schlecht ausgesehen habe. Durchfeierte Nacht und blass. Das hat mich schon sehr gewundert, dass ich gerade in diesem Zustand erkannt wurde.

Waren Playboy und Angebote in diesen Regionen Dinge, die dich weitergebracht haben?
 Sie hätten mich weiterbringen können, aber ich habe ja nie wirklich an eine Karriere in dem Business gedacht und mich dementsprechend auch nicht drum gekümmert. Venice Beach und ein Fotograf haben mir damals einen Job angeboten, den ich wegen eines Mannes jedoch ausgeschlagen habe, das war definitiv ein großer Fehler!


 
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bild-002 Hattest du eine Agentur und/oder einen Manager?
Nein, das habe ich alles alleine gemacht.

Bist du heute auch noch in diesen Bereichen aktiv oder hast du dich eher zurückgezogen?
Ich habe mich etwas zurückgezogen! Ich werde 34! bild-013
 
Wie läuft so ein „Profishooting“ ab? Was sind die Unterschiede zu „normalen“ Shootings?
Beide sind anstrengend! Beim Profishooting kann man sich halt immer auf den Fotograf verlassen, der leitet das Model. Bei „normalen“ Shootings hast du das leider nicht immer, gerade bei Fotografen, die noch am Anfang stehen, aber die lernen es ja auch erst. Auch Top-Visagisten und die besten Klamotten hatten man bei „normalen“ Shootings doch eher selten bis nie.  

Was tust du für dein Aussehen (Ernährung, Sport, Entspannung, usw.)? Nenne bitte auch die Kosmetikprodukte, die du benutzt.
Momentan bin ich etwas faul, aber sonst jogge ich und mache Fitness. Kosmetik nehme ich schon, seit ich 25 bin. Antifaltencreme (lacht) gehört auch dazu. In dem Glauben, dass es helfen wird. Meist ist es Dior Capture oder die Produkte von meiner Kosmetikerin von Klapp. In Sachen Make-up habe ich mal bei Tschibo einen Koffer gekauft, damit ich für den Notfall etwas dabei habe, allerdings ist der fast unbenutzt. Ich benutze gerne Mascara und die nur von L’ oreal.

Was macht für dich einen guten Fotografen aus?
Er gibt mir Sicherheit als Model und kann mir auch sagen, was zu tun ist. Gerade bei Anfängern ist das sehr wichtig. Du musst Spaß haben, dich wohl fühlen und fallen lassen können.

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Was alles macht für dich ein gutes Model aus?
Natürlichkeit! Für mich sind nur natürliche Frauen schön und da gibt es nicht viele. Sie muss flexibel und anpassungsfähig sein, einfach nicht zu affektiert.

Wann bezeichnest du ein Shooting als gut, angenehm und gelungen?
Wenn beide Spaß hatten und das Ergebnis stimmt. portrait5

Welche Bereiche shootest und präsentierst du am liebsten und warum?
Dessous - da fühle ich mich immer so sexy. Aber eigentlich shoote ich alle Bereich. Es kommt auf das Umfeld an, aber im Allgemeinen kann ich mich anpassen.

Was war dein bisher peinlichstes, lustigstes oder schönstes Shooting-Erlebnis?
Das beste Shooting war in Santo Domingo, als wir mich auf einer Mauer fotografiert haben und ein riesiger Menschenauflauf entstanden ist. Dann kam die Polizei und unser Fotograf ist wie ein Wilder über den Platz gefegt und dann geflüchtet, weil er Angst hatte, dass wir verhaftet werden. Wir durften noch Tage später nicht in die Richtung von Polizisten gucken.

Wie bereitest du dich auf ein Shooting vor?
Gar nicht. Ich achte nur drauf, dass ich einigermaßen Schlaf bekomme, was bei zwei Kindern nicht so leicht ist.

Wann würdest du ein Shooting sofort abbrechen oder beenden?
Wenn der Fotograf anzüglich wird oder ich nicht vereinbarte Dinge tun soll.

Welche Ziele hast du noch als Model?
Ich hatte nie welche. Wer zu große Hoffnungen hat, wird nur enttäuscht. Man muss nicht schön sein, um zu modeln. Es gibt so viele hässliche Models, die auf Bildern so toll rüber kommen. Ich bin eigentlich kein klassischer Modeltyp. Viel zu muskulös und tätowiert, um nur einige „Makel“ zu nennen. Ich hatte nie vor, mich deswegen zu verbiegen. Das können die Großen machen, und die verdienen genug.







    

 

 

Kommentare (2)add comment
Franjo: die wohnt in meiner Stadt
##############n##############nLieber Franjo!nnVielen Dank für deinen Kommentar, aber Beleidigungen haben an dieser Stelle nichts zu suchen, deswegen haben wir deinen Kommentar editiert.nnGrüßenDie Redaktion
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Oktober 19, 2008
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peti: ...
Schönes Interview
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Oktober 16, 2007
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