La Garda - Fotografie • Models • Make-up
La Garda

   
11 Fragen an: Lene
Geschrieben von Gianfranco La Garda   
Dienstag, 08 Januar 2008
aufmacherIn dieser Reihe stellen wir Models vor, die mit der Beantwortung der immer gleichen 11 Fragen einen Eindruck von sich geben. In dieser Ausgabe haben wir Lene (22) aus Düren interviewt, die La-Garda-Leser schon aus unserer Reportage kennen.
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12mkklein1Wann hast du mit dem Modeln angefangen und machst du es hauptberuflich oder als Hobby?
Ich habe mit etwa 15 oder 16 Jahren mit einer damaligen guten Freundin immer Fotos von uns zu machen. Die waren natürlich noch nicht so toll, aber es hat uns wahnsinnig Spaß gemacht, vor der Kamera zu posieren und uns zu „verwandeln“. Wir waren danach immer sehr auf die Ergebnisse gespannt, denn wir hatten noch keine Digitalkamera und mussten uns mit einer ganz normalen Analogkamera knipsen. Das waren aber weniger richtige Shootings, als erste Versuche oder besser gesagt Experimente. Aber so richtig fing alles an, als ich 19 Jahre alt war.

Ist Model ein Wunschtraum von dir oder bist von anderen entdeckt oder angesprochen worden?
Ich habe schon als 15-jährige gemerkt, dass es mir Spaß macht, vor der Kamera zu stehen, aber ich wäre damals nie auf die Idee gekommen, Model zu werden oder mich bei irgendeinem Modelcontest zu bewerben. Dazu hatte ich damals viel zu wenig Selbstbewusstsein. Wirklich begonnen hat alles, als ich in einer Diskothek angesprochen und gefragt wurde, ob ich Interesse an einem Fotoshooting hätte, worauf ich mit „Ja“ antwortete. Danach folgten einige Messe- und Promotion-Jobs. Danach ist erstmal Ruhe eingekehrt und ca. 1/2 Jahr später habe ich mich dann bei einem Modelcontest beworben, wo ich leider nur den 3. Platz belegte. Ich fand immer mehr Spaß am Modeln und vereinbarte viele Testshootings, um an mehr Fotoaufnahmen von mir zu kommen, um mich für bessere Jobs bewerben zu können.

Was tust du für dein Aussehen (Ernährung, Sport, Entspannung, usw.)? Nenne bitte auch die Kosmetikprodukte, die du benutzt.
Es ist mir jetzt etwas peinlich, dass zu sagen, aber um ehrlich zu sein: Ich mache absolut nichts. Ich esse eigentlich sehr viel, auch viel Fast Food. Ich weiß, es ist sehr ungesund und macht normalerweise dick, aber ich kann es nicht lassen und es schmeckt mir (lacht).
Außerdem bin ich ein Genießer und könnte nicht auf solches Essen verzichten. Ich habe Glück gehabt, dass ich einen sehr guten Stoffwechsel habe und soviel essen kann, bis es nicht mehr geht und trotzdem schlank bleibe! Früher habe ich nur Cola getrunken, aber vor Kurzem habe ich angefangen, viel Wasser zu trinken, weil das für den Körper und die Haut wirklich wichtig ist, auch wenn es nach „nichts“ schmeckt (grinst).
Ich liebe Äpfel! Und da sie gleichzeitig auch sehr gesund sind, esse ich täglich mindestens zwei. Ich mache keinen Sport, in der Hinsicht bin ich sehr faul und habe absolut keine Disziplin! Ich denke, dass werde ich allerdings bald ändern müssen.

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Was macht für dich einen guten Fotografen aus?
Einen guten Fotografen erkennt man in erster Linie an seinen Arbeiten und an seiner Professionalität. Die Erfahrung und Kreativität sind u.a. die wichtigsten Eigenschaften des Fotografen. Ein guter Fotograf plant mit dem Model das Shooting vom ersten bis zum letzten Schritt und er sollte sich Zeit nehmen, mit dem Model das Thema des Shootings auszuwählen bzw. die Wünsche des Models und die Aufnahmebereiche klären. Klar ist für mich, dass er mit Vertrag arbeitet und nach dem Shooting sollte er mit dem Bearbeiten der Fotos nicht all zulange warten und die Fotos dem Model bald zukommen lassen. Also kurz gesagt: Er sollte einfach zuverlässig sein! Logisch, dass er seine Technik und das Licht beherrschen soll, aber für mich zählt auch, dass er bei seinen Bearbeitungen auf Natürlichkeit achtet und ein Model am Ende nicht wie Comicfigur aussieht.


Welche Einstellung ist deiner Meinung nach unerlässlich, um ein gutes Model zu sein?
Ein gutes Model sollte wandlungsfähig sein, gerne neue Sachen ausprobieren wollen und eigene Ideen zum Shooting mitbringen. Es sollte sich abgesehen vom Aussehen und einer gut proportionierten Figur sich vor der Kamera wohl fühlen und gut posen können, sodass es nicht immer auf Anweisungen des Fotografen warten muss.
Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit sind unerlässlich. Dazu gehört für mich auch, Termine, die man nicht wahrnehmen kann, rechtzeitig abzusagen.
Und ganz wichtig: Nicht die Bodenhaftung verlieren!




 



Wann bezeichnest Du ein Shooting als gut/angenehm/gelungen?
Für mich ist ein Shooting gut und angenehm gelaufen, wenn beide Fotograf und Model miteinander zu frieden sind und dabei das Ergebnis der Arbeit mehr als „befriedigend“ bezeichnen können. Es soll für beide Seiten lohnenswert gewesen sein, sodass beide sich auf die Fotos freuen, alle Ideen gut umgesetzt wurden und das Ergebnis sich sehen lassen kann.

tag-5_1030Welche Bereiche shootest und präsentierst du am liebsten und warum?
Am liebsten arbeite ich im Bereich Fashion. Da ich mich für Mode interessiere und mich „fashionlike“ anziehe, lasse ich mich auch gerne darin ablichten. Vor allem macht es mir Spaß, darin zu posen, da es in diesem Bereich keine Regeln gibt. Ich kann meine Kreativität beim Posen voll und ganz ausleben. Oft erinnert mich das an einen Vogue-Stil.

Was war dein bisher peinlichstes, lustigstes oder schönstes Shooting-Erlebnis?
Eigentlich war es nicht peinlich, aber trotzdem unangenehm. Bei einem Shooting hat ein Fotograf mit seiner Visagistin ein Thema geplant, komplett mit Make-up usw. und mich als Model überhaupt nicht miteinbezogen und nicht gefragt, ob ich damit einverstanden wäre. Als ich dann bei dem Fototermin auftauchte hieß es, ich soll in die Maske und mich überraschen lassen. Da ich aber vorher nur Shootings mit dezentem Make-up hatte, war ich nach dem Stylen mehr als geschockt, als ich in den Spiegel schaute. Die Visagistin toupierte mir die Haare so stark, dass es aussah, als hätte ich in eine Steckdose gepackt. Und das Make-up war auch sehr ausgefallen: Ich hatte knallig blauen Lidschatten und einen knalligen Lipgloss und sah aus wie ein Monster, wollte mich so schnell wie möglich abschminken und mich keinesfalls so fotografieren lassen. Ich war nicht gewohnt, so stark geschminkt zu sein, der Fotograf wies mich darauf hin, dass es auf den Fotos nicht so aussehen würde, denn das Licht beim Fotografieren würde die Hälfte des Make-ups „verschlucken“. Ich habe mich damals stur wie ein kleines Kind verhalten und weigerte mich, mich mit dem Make-up fotografiere zu lassen. Nach einer Stunde habe ich mich dann doch überreden lassen und heute sind es immer noch die besten Fotos, die von mir je entstanden sind! Auch wenn es schon ein wenig her ist, gehören diese Bilder nach wie vor zu meinen Favoriten und ich bin dem Fotografe echt dankbar, dass er damals nicht nachgegeben hat (schmunzelt).

Wie bereitest du dich auf ein Shooting vor?
Vor einem shooTing überlege ich erstmal, was ich anziehe, durchwühle meinen Kleiderschrank und suche Sachen raus, mit denen ich noch nicht oder nur selten auf Fotos zu sehen bin. Ich achte auf die farbliche Zusammensetzung und suche mir dann zu dem2007-04-23_214 Outfit die passenden Schuhe und Accessoires heraus. Oft gehe ich aber vor dem Shooting auch neue Kleidung einkaufen.

Wann würdest Du ein Shooting sofort abbrechen/beenden?
Wenn ich mir vor dem Shooting die Fotos des Fotografen anschaue und diese mir sehr gut gefallen, dann erwarte ich, dass er seine Arbeit bei unserem gemeinsamen Shooting genauso gut macht. Wenn ich aber dann beim Shooting merke, dass er im Endeffekt keine Ahnung vom Fotografieren hat und ich mich im Allgemeinen unwohl oder auf irgendeine Weise „angebaggert“ fühle, empfinde ich das Shooting als äußerst unangenehm und würde es dann abbrechen.

Welche Ziele hast du noch als Model?
So ganz klare oder bestimmte Ziele habe ich nicht. Mir macht das Modeln Spaß und das wird auch so bleiben, ob ich weit komme oder nicht. Ich bin nun schon 22 Jahre alt und für ein professionelles Model zu alt und vor allem zu klein. Eine richtig gute Agentur (VELMA-Mitglied) würde mich nicht annehmen. Ich möchte es höchstens als Fotomodel noch weiter versuchen und werde mich nächstes Jahr nach Abschluss meiner Ausbildung bei People Agenturen bewerben oder Agenturen suchen, die mit großen Models arbeiten. Ich würde mich natürlich freuen, als Fotomodel in Katalogen oder auf Magazin-Covern zu erscheinen, doch dass wollen bekanntlich viele.
Ich werde also nicht vor mich her träumen und darauf warten, dass er irgendwann passiert. Ich will realistisch bleiben, aber trotzdem mein Bestes geben (grinst).


Weitere Infos unter www.model-kartei.de/sedcard/modell/4395/


 


 

 

 

 

 

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