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TFP - ein steter Begleiter
Geschrieben von Flo   
Dienstag, 19 Dezember 2006
tfpDer Begriff TFP ist für Models und Fotografen in etwa das gleiche, wie Albert Einstein für Wissenschaftler: Alle kennen den Begriff– keiner versteht ihn.
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Obwohl: Lassen wir den Kamm weg (den, wo alle drübergeschert werden); es gibt durchaus Spezies in dieser Branche, die sehr wohl wissen, was sich hinter diesen geheimnisvollen drei Buchstaben verbirgt.
Dieser Artikel ist für die anderen…

Time for …

TFP ist die gängige Abkürzung für „Time for prints“ oder „Time for pictures“. Mittlerweile wird TFP immer mehr durch TFCD ersetzt: „Time for CD“, was nichts anderes bedeutet, als dass die aufgebrachte Zeit mit einer Auswahl an schönen Bildern bzw. einer CD mit schönen Bildern entlohnt wird.

Trotz dieser relativ einfachen Bedeutung gibt es wohl nichts, was so hartnäckig falsch interpretiert und diskutiert wird.

Ein TFP-Shooting findet immer ohne geldliche Gegenleistung statt, was bedeutet, dass weder Fotograf noch Model irgendeinen Cent für ihre Arbeit erhalten.

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TFP-Shootings sagen nichts über die
Qualität der dabei entstehenden
Bilder aus.

Das Model investiert Zeit, der Fotograf fertigt dafür Abzüge an – keiner von beiden erhält ein Honorar!
Wir müssen bedenken: Es gab auch eine Zeit vor der Digitalisierung der Kameras. Aus dieser Zeit stammt auch das Wort Abzüge, die meistens im Modelbook Verwendung fanden, damit sich das Model mit qualitativ hochwertigen Fotos bewerben konnte.
Dementsprechend gab es auch nur eine Auswahl an Abzügen – kein Model hätte zu dieser Zeit ernsthaft erwartet, alle Bilder eines Shootings ausbelichtet zu erhalten und auch kein Fotograf hätte einen solchen Riesenaufwand betrieben; alleine die Kostenfrage hätte das nicht gerechtfertigt.
Amateurfotografen und unerfahrene Models interpretieren TFP häufig so, dass das Model sämtliche Rohdateien erhält.

Betrachten wir die Sache allerdings mal ganz nüchtern

Bei einem Shooting von ca. 3 Stunden entstehen mitunter 500 oder weit mehr Aufnahmen! Von diesen 500 Bildern werden wenigstens 100 dabei sein, auf denen das Model die Augen geschlossen hat, bei 100 weiteren wird das Model aussehen, als stünde es kurz vor einem Schlaganfall, dann ziehen wir noch 50 ab, die einen argen Schlagschatten haben, 50 völlig unscharfe, bei 20 wird der Hintergrund nicht gut sein, bei 30 haben die Kleider irgendwelche überflüssigen Falten, dann gibt´s noch die 10 mit den fiesen Augenrändern, 15 mit unvorteilhaften Speckrollen …
Dateimüll, der in mühevoller und zeitraubender Kleinarbeit aussortiert werden muss und letztendlich gelöscht werden wird.

Gute Bilder sollen das handwerkliche Geschick und ästhetische Gespür des Fotografen zum einen und die Ausstrahlung des Models zum anderen widerspiegeln. Sie sind somit Werbung und Aushängeschild für beide Seiten, also darf eine hohe Qualität hier keinesfalls unterschätzt werden.
Es gibt durchaus Fotografen, die definitiv keine unbearbeiteten Fotos von einem ihrer Shootings auf irgendeiner Sedcard sehen wollen, und das aus gutem Grunde, denn nach einem ersten (positiven oder negativen) Eindruck, kommt automatisch die Frage:
Wer hat das Bild gemacht?
Wer ist das Model?
Genau deshalb legen auch erfahrene Models größten Wert auf bearbeitete Fotos.

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TFP Shootings bieten die Chance,
Bilder zu machen, die später
kommerziell erfolgreich werden
können.

 

Best of

Es empfiehlt sich, eine „Best-of“-Auswahl nach dem Shooting zu treffen. Die meisten Fotografen bringen mittlerweile einen Laptop mit zu den Locations, auf dem die Fotos betrachtet werden können, und in beinahe jedem Studio steht ein PC. Darüber hinaus gibt es Photoshop – allerdings sind es zwei Paar ganz verschiedene Schuhe, Photoshop zu haben und Photoshop bedienen zu können. Unsachgemäße Handhabung kann ein Bild auch kaputt bearbeiten, und unsachgemäße Verkleinerungen führen in der Regel zu Schärfeverlust und Zunahme von Komprimierungsartefakten, was beides völlig untauglich für den guten Ruf der Beteiligten ist. 10 wirklich gut bearbeitete Fotos mit professionellen Posen des Models und gekonnter Lichtführung des Fotografen sind hundert Mal mehr wert als eine CD mit 1.000 Bildern in den Händen eines unerfahrenen Models, das erst ein Shooting hinter sich hat und Photoshop für ein Fachgeschäft für Kameras hält. Außerdem kann jede Sedcard nur eine bestimmte Anzahl Fotos zeigen – von den 10 guten Fotos wird letztendlich vielleicht nur eins zu sehen sein. Nicht umsonst brauchen hochbezahlte Semi-Profis manchmal 1 Tag für 1 brauchbares Foto …

Geld verdienen

Natürlich will jeder Geld verdienen, möglichst schnell, möglichst viel und dadurch ist bedauerlicherweise der Beruf des Models in den letzten Jahren zu einer Art „Ich-komme-ganz-schnell-ganz-leicht-an-ganz-viel-Geld-weil-ich-ganz-schön-bin“-Job mutiert.
Dem ist aber nicht so, genauso wenig wie ein Fotograf kein „er-braucht-ja-nur-mal-eben-knipsen-Kollege“ ist.

 

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Anfänger-Models sollten sich darüber bewusst sein, dass Modeln mitunter harte Arbeit ist, und Hobbyknipser sollten bedenken, dass nicht jedes hübsche Gesicht automatisch auf einem Model sitzt.

Ein Studio ist nicht immer klimatisiert, das Licht lädt den Raum auf, das ständige Blitzen strapaziert die Augen, und eine Pose muss stellenweise minutenlang gehalten werden, auch wenn sich die Wade zusammenkrampft. Das Outfit muss ständig gewechselt werden, es muss nachgeschminkt werden, das Deo kann schon mal seinen Geist aufgeben und eben mal trinken geht vielleicht erst, wenn das Foto mit dem knallroten Glanzlippenstift im Kasten ist.
Haarspray muss oft gesprüht werden, manchmal muss der Kopf unter Wasser oder das Model auf Bäume, der Fotograf schleppt mitunter eine einige Kilogramm schwere Ausrüstung mit sich rum, muss ständig Stative auf- oder abbauen, auf Leitern klettern, durch Felder robben, ins Wasser gehen, bücken, knien, strecken – mit Bandscheibenvorfall oder Herz-Kreislauf-Problemen kommt da keiner weiter!

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Bei diesem Shooting der Comedian
Ramona Schukraft
(www.comedyluder.de) bot sich
ein TFP Shooting an, um einige neue
Bildideen auszuprobieren.

 

Der Wert eines TFP-Shootings

Der Wert eines TFP-Shootings ist angesichts solch kurioser Meinungen oft viel zu weit unten in der Nahrungskette angesiedelt.
Zeit und Geld sind beides Dinge, die wir in unsere künftige Karriere investieren. Sowohl Model als auch Fotograf sind auf gute Fotos angewiesen, um überhaupt eine Karriere ins Auge fassen zu können.
TFP-Shootings sollten somit eher als eine Möglichkeit der soliden Grundausbildung für Models und Fotografen betrachtet werden, als ein Shooting zweiter Klasse, denn machen wir uns nichts vor: Jede qualitative Steigerung der Sedcard steigert auch bei Payshootings die möglichen Honorare bzw. die Chancen, den Zuschlag bei einer Shooting-Ausschreibung zu bekommen. Die Fähigkeit zum selbständigen Posen ist für sehr viele professionelle Fotografen die Grenze, ab der überhaupt über ein Honorar bei einem Model nachgedacht werden kann.
Kein Mensch, der frisches Brot kauft, will verbrannte Kruste, und keiner, der ein Restaurant besucht, will kaltes Essen.
Warum sollte ein Fotograf also ein Model bezahlen, dem er jede Pose erst mühselig beibringen oder diese korrigieren muss, und welcher Fotograf kann guten Gewissens Geld für unscharfe Bilder oder den besten Schlagschatten verlangen?
Von jeher war es so, dass nur gute Qualität gutes Geld verdient, und nicht umsonst muss jeder Azubi im Schnitt 3 Jahre lernen, um auf die Menschheit losgelassen werden zu können.

TFP-Shootings bieten auch den Vorteil, dass eben kein Gelddruck über der Arbeit liegt; kein Auftraggeber steht dahinter, kein Kunde muss zufrieden gestellt werden.
Bei TFP-Shootings steht immer auch der Spaß im Vordergrund, man kann Dinge ausprobieren, Ideen umsetzen, Posen versuchen, Mimik üben, und eine Pause kann auch mal eine Stunde dauern, denn dadurch steigt der Stundenlohn nicht!

Zeit

Aus diesem Grund ist der Zeitfaktor wichtig: Ein Fotograf, der einen Stundenlohn von 50,- Euro oder mehr zahlen soll, wird nicht mal eben ganz locker 6 Stunden mit dem Model shooten – Time is money, that´s life, ganz besonders in dieser Branche!
Ein TFP-Shooting sollte auch auf keinen Fall als eine Art Pflichtübung aller Fotografen oder Models missdeutet werden. KEIN Fotograf und KEIN Model ist verpflichtet, mehrere Stunden unentgeltlich zu arbeiten, auch nicht, wenn es großen Spaß macht.
TFP ist keine reine Großzügigkeit oder Gefälligkeit irgendeiner Seite, sondern eine hervorragende Investition in die eigenen Fähigkeiten und Potenziale, die mit der gebührenden Wertschätzung umgesetzt werden sollte, was z.B. auch mit dem angebrachten Respekt dem anderen gegenüber einhergehen sollte.
Der Fotograf ist auf die Großzügigkeit eines Models nicht angewiesen und umgekehrt auch nicht – keiner von beiden kommt ohne den anderen irgendwie weiter, wobei Fotografen es hier vielleicht noch ein bisschen leichter haben, denn sie können auch Geld mit „nicht lebenden Modellen“ verdienen, aber ein Model mit einem „nicht lebenden Fotografen“ …

Kein TFP-Shooting Ohne Vertrag

Ein Vertrag bietet Sicherheit, er beseitigt Unklarheiten, er gibt der anderen Partei das Gefühl, ernst genommen zu werden und unter einem gewissen rechtlichen Schutz zu stehen.

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TFP-Bilder können unterschiedliche
Bereiche abdecken. Bei diesem
Shooting ging es um den Aufbau
einer Stock-Fotosammlung.

Es ist schon vorgekommen, dass ein Model nach einem gelungenen und vorher ausdrücklich vereinbarten TFP-Shooting gefragt hat, ob der Fotograf bar oder per Überweisung bezahlt … deshalb Vertrag VOR dem Shooting zeigen, lesen, unterschreiben; Waschmaschinen werden auch erst geliefert, wenn der Kunde weiß, dass er sie gekauft hat und dieses Wissen mit seiner Unterschrift bestätigt wurde.
Es ist sinnvoll, auch über die Länge des Shootings vertragliche Angaben zu machen und ganz wichtig: die Art der Aufnahmen, damit der Fotograf nicht denkt, das Model zieht sich gleich aus, weil er gerne Aktaufnahmen machen würde, wenn das Model derweil den dicken Winterschal auspackt.
Besonders wichtig sind solche schriftlichen Vereinbarungen bei Teilakt- und Aktaufnahmen.
Es ist nicht immer ganz einfach, sich mal eben zu entblättern oder mehrere Stunden eine nackte Frau in erotischen Posen vor sich zu haben. Daher bietet auch hier eine vertragliche Vereinbarung Schutz vor eventuell falsch verstandenen Posen, denn Vollakt ist nicht gleich freizügiger Akt und freizügiger Akt ist nicht gleich Adult. Da diese Bereich sensibel zu handhaben sind, um niemand seiner Würde oder seiner Selbstbeherrschung zu berauben, ist es sinnvoll, wenn jeder weiß, was schwarz auf weiß irgendwo steht und abgeheftet werden kann. Für die Arbeit mit nicht volljährigen Personen ist übrigens die Unterschrift eines Erziehungsberechtigten notwendig.

TFP ist Arbeit ohne Anspruch auf Geld

Da aber schon unentgeltlich gearbeitet wird, sollte der Spaß an der Sache nicht zu kurz kommen, auch zu erstattende Fahrtkosten sind schon vereinbart worden, viele Fotografen haben im Studio oder On Location Kaffee, Wasser, Säfte oder Tee da, manchmal stehen Knabbereien auf dem Tisch. Letztendlich machen sich solche Dinge auch immer mal gut als Bildidee (… wenn Model mit pinkfarbenen Lippen grünem Gummibärchen den Kopf abbeißt….), auch Begleitpersonen sind fast immer gern gesehene und willkommene Gäste, die sowohl Fotograf und Model hilfreich zur Hand gehen können.
Eine Begleitperson ist allerdings nicht der persönliche Ratgeber eines professionell arbeitenden Fotografen, besonders dann nicht, wenn der Freund des Models Dachdecker ist, aber ganz genau weiß, dass der Fotograf jetzt was knipst, was der Freund gar nicht will, dass das jetzt geknipst wird und dann eine Grundsatzdiskussion daraus macht.
Nur eine stumme Begleitperson ist eine gute Begleitperson. Denn hat ein Fotograf schon mehrere Grundsatzdiskussionsbegleiter im Studio gehabt, wird er irgendwann keine Begleitpersonen mehr reinlassen, was man ihm nicht verübeln kann.

Kommunikation im Vorfeld ist auch in dieser Branche der Schlüssel für ein gelungenes Miteinander und einem zufrieden stellenden Ergebnis für beide Seiten.
Kurzer Anruf oder ein Treffen im Café um die Ecke, kurze Erklärung von dem, was man sich vorstellt und dem, was man auf gar keinen Fall will, kurze Ideenbesprechung …

… dann klappt es auch mit dem Shooting!

 

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Kommentare (21)add comment
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Karsten: Oh mann, ...
ein interessant und witzig und vor allem informativer Beitrag, den ich über google gefunden habe, wird hier wieder derart zerrissen und mit rechtlichem blablah gewürdigt, daß es einem im halse reizt...

Lieber Autor:
Danke für deine mühe.

Liebe nörgler:
Ohne euch würde das web mehr spaß machen.
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Januar 05, 2010
Stimmen: -1
Gianfranco La Garda: ...
@cash
Danke für die Antwort, habe diese direkt ins Forum unter den passenden Thread geschrieben

Grüße
Gianfranco
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Februar 04, 2009
Stimmen: +0
cash: ...
@tacrima83
Kommt drauf an, was Du mit Fotograf und Modell für eine Vereinbarung getroffen hast. Auch für Bildbearbeiter gilt es, immer einen Vertrag mit den Beteiligten zu machen, der das eindeutig regelt.

@rebell
Das sollte man sich im Vorfeld überlegen. Wenn Du die Fotos nur für Dich haben willst, dann bezahle den Fotografen ganz regulär für seine Arbeit. Dann hast Du hinterher auch das alleinige Bildrecht und kannst selbst bestimmen, wann und wo Fotos von Dir zu sehen sind.
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Februar 04, 2009
Stimmen: -1
rebell: ...und wenn mann es sich hinterher andersüberlegt?
wie ist es, wenn mann bilder mit tfp vertrag erstellt hat und plötzlich merkt, das es ein fehler war? mann keine veröffentlichung mehr möchte, weil arbeitskollegen und nachbarn blöd reden? oder die eigene familie daran zerbricht?
hat man eine chance, die bilder zurück zu bkommen oder verbieten zu lassen? sollte man dem hobby fotographen geld zur alösung anbieten?
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Januar 29, 2009
Stimmen: -1
Gianfranco La Garda: ...
@lacrima
Habe dir einen eigenen Thread im Forum dazu eingerichtet:
http://www.la-garda.de/index.php/Foto-Talk/166-PAY-und-Bild-trotzdem-nutzen.html#166
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Dezember 09, 2008
Stimmen: +0
lacrima83: PAY und trotzdem nutzen?
hallo,ich bin bildbearbeiterin.wenn ich für eine bearbeitung geld bekomme(ich fertige hauptsächlich aufwendige composings)darf ich das bild dann trotzdem auf einer kunstplattform zeigen(ohne verkauf ect...)
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Dezember 08, 2008
Stimmen: +0
cash: Der Artikel ist kein Vertragstext!!!
Dieser Kommentar richtet sich an meine Vorschreiber, die meinen, das der Artikel in Details falsche oder gar rikante Auskünfte über Rechtslagen gibt. Er ist schliesslich nicht in einer juristischen Fachzeitschrift erschienen und dient demzufolge (und das dürfte er auch gar nicht) zur Rechtsberatung.
Vielmehr regt er zum Denken an und erklärt den Begriff TFP sehr einleuchtend. Häufige Fehlinterpretationen werden geklärt und das das TFP-Shooting an sich in seinem WErt vernünftig dargestellt. Ob bei Minderjährigen Modellen nun eine oder zwei Unterschriften notwendig sind, ist dann wirklich was für Juristen.

LG cash
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November 29, 2008
Stimmen: +0
Fritz P.: TFP-Shootings
Eine sehr oberflächige Behauptung wurde aufgestellt:
Zitat:
"... sondern ALLE (also meistens 2) Erziehungsberechtigte den Vertrag unterschreiben muessen..."
Hier hat keiner über eine Vormundschaft nachgedacht.

Tatsache, dass ein Arbeitsvertrag nicht immer einem TFP-Shooting gleichgestellt ist.

Viele Hobbyfotografen haben diese Art der Bezeichnung aufgenommen um deren Arbeitsfeld zu beschreiben. Sicher ist dies irritierend und nicht angebracht, aber schaut doch mal mit einer Suchmaschine um und gebt die Begriffe "TFP-Shooting Hobby Fotograf" ein. Ihr werdet staunen was dabei herauskommt!
Und, man kann immer Ärger bekommen - und wenn jemand alles aus dem Ärmel schüttelt und nicht war daran ist, viele erfinden gerne auch Straftaten, die begangen werden wollten...
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November 08, 2008
Stimmen: +0
Egon F.: Vertrag unterschreiben wegen Veröffentlichungen
Dies ist eine klassische Nötigung. Fakt ist, dass wenn ein Arbeitgeber sich absichern will, es richtig ist, dies schriftlich niederzuschreben.
Das Gesetz (der Bundesrepublich) schreibt deutlich vor, wann Vertragsformen schriftlich angefertigt werden müssen.

Die Einwilligung zur Veröffentlichung von Bildnissen über Personen muss nicht schriftlich niedergelegt werden. Nach dem aktuellen Gesetz ist in einigen Fällen nicht einmal eine Einwilligung erforderlich!

Auszug:

KunstUrhG (KUG) § 23

(1) Ohne die nach § 22 erforderliche Einwilligung dürfen verbreitet und zur Schau gestellt werden:

1. Bildnisse aus dem Bereiche der Zeitgeschichte;

2. Bilder, auf denen die Personen nur als Beiwerk neben einer Landschaft oder sonstigen Örtlichkeit erscheinen;

3. Bilder von Versammlungen, Aufzügen und ähnlichen Vorgängen, an denen die dargestellten Personen teilgenommen haben;

4. Bildnisse, die nicht auf Bestellung angefertigt sind, sofern die Verbreitung oder Schaustellung einem höheren Interesse der Kunst dient.

(2) Die Befugnis erstreckt sich jedoch nicht auf eine Verbreitung und Schaustellung, durch die ein berechtigtes Interesse des Abgebildeten oder, falls dieser verstorben ist, seiner Angehörigen verletzt wird.


KunstUrhG (KUG) § 22

Bildnisse dürfen nur mit Einwilligung des Abgebildeten verbreitet oder öffentlich zur Schau gestellt werden. Die Einwilligung gilt im Zweifel als erteilt, wenn der Abgebildete dafür, daß er sich abbilden ließ, eine Entlohnung erhielt. Nach dem Tode des Abgebildeten bedarf es bis zum Ablaufe von 10 Jahren der Einwilligung der Angehörigen des Abgebildeten. Angehörige im Sinne dieses Gesetzes sind der überlebende Ehegatte oder Lebenspartner und die Kinder des Abgebildeten und, wenn weder ein Ehegatte oder Lebenspartner noch Kinder vorhanden sind, die Eltern des Abgebildeten.


So, jetzt kommt Ihr und meint, es wäre alles anders!
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November 02, 2008
Stimmen: +0
Guido: ...
@milan
Du solltest abwägen, wie wichtig dir die Fotos sind und was du ggf. über einen Vertrag oder Zeugen beweisen kannst. Dann bleiben dir natürlich rechtlich Schritte wie der Gang zum Anwalt offen.
Wenn du den Fotografen über eine Modelplattform kennengelernt hast, hilft es oft auch, die Betreiber dort darauf aufmerksam zu machen, die dann die Fotografen anschreiben und ggf. auch sperren können.

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Januar 30, 2008
Stimmen: -1
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