La Garda - Fotografie • Models • Make-up
La Garda

   
Fräulein Ehrhardt spricht
Geschrieben von Gianfranco La Garda   
Dienstag, 11 Dezember 2007

katja-copyKatja Ehrhardt, so lautet der „offizielle“ Name von Fräulein Ehrhardt. Die Düsseldorferin fotografiert zwar erst seit relativ kurzer Zeit, doch schon jetzt kann sie mit ihren ausdrucksvollen und individuellen Bildern überzeugen.
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Dabei hat sie seit 2005, dem Jahr, als sie mit dem Fotografieren begonnen hat, schnell Fuß fassen können. Für sie zählt weniger die üppige Ausstattung, als die Aussage ihrer Bilder. Als hauptberufliche Modedesigner will sie ihrecyber_garterdress1 Kollektionen selber fotografieren können. Dabei hat sie so viel Spaß gefunden, dass sie die Fotografie ausgebaut hat. Katja Ehrhardt schätz es, dass sie durch ihre Fotos eine eigene Welt erschaffen kann, in der die Models und die Location so aussehen, wie sie es sich vorstellt. Doch trotz ihres eigenen Stils der Bildsprache ist sie bescheiden geblieben und sieht sich nach wie vor als fotografische Anfängerin.

Sie haben ja einen Blick, der auch im Vergleich mit anderen Fotografen wirklich als besonders gelten kann. Wie haben Sie Ihre Betrachtungsweise der Bilder, die ja zu Ihren wunderbaren Fotos führte, entwickelt?

Ich achte einfach auf Details. Je öfter ich fotografiere, desto mehr Details sehe ich, denn beim Auswählen der Bilder fällt mir etwas auf, was mir noch nicht gut genug ist und das versuche ich, das nächste Mal besser zu machen.

Welche Art von Fotos machen Sie?
Hauptsächlich Dessous und Mode.

Mit welcher/welchen Kamera/s arbeiten Sie und warum?
Zurzeit mit der CanonEOS 350, die mir ein Freund geliehen hat. Eine eigene Kamera hab ich mir noch nicht gekauft.

Welche Objektive setzen Sie ein und warum?
Oh, weiß ich gar nicht so genau, aber ich glaube, ich nutze ein 28-70 mm.

Welche Locations (Studio, Outdoor, On Location) bevorzugen Sie und warum?
Wenn es eine tolle Location gibt wie ein Hotel oder eine Bar, dann am liebsten da. Ansonsten mag ich auch das Studio, weil man sich so schön vorbereiten kann.doppel_blond2

Haben Sie einen Fotografen als Vorbild?
Nein. Aber ich sehe mich auch zu wenig um, um ein Vorbild zu finden.

Welches ist Ihr Lieblingsbild und warum?
Weil das Model hier wie eine Puppe aussieht und das ganze Bild etwas an Vargas erinnnert. Es wirkt wie gezeichnet, ist dabei aber kaum retuschiert.

Was ist Ihr Wunsch oder Traum für ihre Fotografie, die Sie gerne einmal umsetzen würden?
Für die meisten Träume brauche ich ein größeres Studio, also ist das Studio im Moment mein Traum.

Was macht Ihrer Ansicht nach einen guten Fotografen aus?
Vielleicht, wenn man es schafft, Fotos zu machen, die anderen Menschen in Erinnerung bleiben.

Wie wichtig ist für sie Technik, ist für Sie immer das Neueste und Teuerste gut genug?

Nein, ganz im Gegenteil. Wie oben schon erwähnt, habe ich nicht mal eine eigene Kamera, und besonders gut finde ich sie auch nicht. Mit guter Technik macht man keine schöneren Fotos. Man sollte sich immer überlegen, wofür die Bilder sein sollen. Will man Plakate drucken, braucht man bestimmt eine andere Kamera als jemand, der nur im Internet seine Fotos präsentiert.
Die Neuheiten verfolge ich auch nicht weiter. Wenn ich was brauche, lass ich mich beraten.

Arbeiten Sie nach wie vor mit Film oder bevorzugen Sie eine Digi?

Nur digital, leider. Ich finde Film viel toller, aber ich bin dafür zu ungeduldig.

Was unterscheidet Sie von vielen anderen Fotografen?
Das weiß ich nicht. Vielleicht mein Geschmack für Models und die Kombination aus Mode und Latex, mein Arbeiten am Posing und den Details?


 

 

 

Was mir bei Ihren Farbaufnahmen aufgefallen ist, sind die unglaublich schönen und kräftigen Farben. kinkykleidWie erreichen Sie das? Nehmen Sie spezielle Filme oder Filter? Arbeiten Sie bei der Entwicklung nach oder digital?
Ich bin ein großer Fan von Photoshop, das stimmt. Auf kräftige Farben achte ich und arbeite notfalls nach. Aber Latex ist an sich schon sehr farbintensiv.

  Bei so vielen Bildern, die Sie gemacht haben, wie behalten Sie da den Überblick und organisieren das Archiv?
In meinem Fall hat jedes Model einen Ordner auf der Festplatte mit ihrem Namen, und da ich die Mädchen ja alle kenne (logischerweise), behalte ich leicht den Überblick.

Was ist für Sie bei einem Model wichtig? Arbeiten Sie nur mit Profisancillaboobs_highglossdolls oder auch Amateuren?
Profis und Amateure, die Übergänge sind da ja aber fließend. Wichtig ist mir natürlich erstmal, dass sie hübsch und gepflegt ist. Ein gutes Gesicht ziehe ich einer guten Figur vor, aber es gibt Gott sei Dank viele Mädchen, die beides haben. Sehr hilfreich ist es, wenn Models ein Gespür für das Foto haben und mitarbeiten und nicht einfach nur rum stehen und erwarten, dass der Fotograf Anweisungen gibt.

Wie motivieren Sie Ihre Models?

Wir sind ein ganz unkompliziertes Team, wir lachen und essen die ganze Zeit, von daher musste ich noch nie großartig die Models motivieren. Aber wenn ich spüre, dass ein Model nicht recht weiß, was ich mit ihr vorhabe, dann zeige ich ihr die Fotos zwischendurch auf dem Laptop, retuschiere vorher schnell die gröbsten „Fehler“ und dann waren bis jetzt alle motiviert. Models sind ja meist eitel, das kann man nutzen!

Haben Sie einen Tipp für Nachwuchsfotografen, die gerade erst anfangen, wie diese ihren Blick schulen können?
Ich empfinde mich zwar auch noch als Anfänger, aber ein Tipp könnte sein, dass man sich die Zeit für ein Bild nimmt, die es braucht. Das heißt, in Haare und Make-up zu investieren, in Pausen, in Styling, Posing... und nie denken: „das ist schon gut genug so“!

Weitere Infos unter www.fraeulein-ehrhardt.de

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