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11 Fragen an: Thomas Döring
Geschrieben von Gianfranco La Garda   
Donnerstag, 26 April 2007

profil"11 Fragen an ...", die Serie auf La Garda stellt Fotografinnen und Fotografen mit einem kurzen Interview vor. Die Antworten auf die elf immer gleichen Fragen zeichnen ein Bild der Interviewten und ihrer Arbeit. In dieser Folge stellen wir den Fotografen Thomas Döring aus Ratingen vor.
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Wie alt bist du?
36 Jahre.

Seit wann fotografierst du? 
Seit Anfang 2004.

ninaWie bist du zur Fotografie gekommen?
Aus Interesse an der Technik habe ich mir Anfang 2004 meine erste Kamera (eine DSLR von Canon) gekauft. Nach anfangs belangloser Knipserei hatte ich schnell das Bedürfnis, meine Technik und die Ergebnisse zu verbessern. Mit den ersten Verbesserungen kam dann auch wirkliche Begeisterung an der Fotografie auf, die sich hoffentlich noch lange hält.

Warum fotografierst du?
Die Frage nach dem „Warum“ ist schwer zu beantworten. Insgesamt macht es mir einfach Spaß, in einem Foto Posen, Perspektiven und Momente festzuhalten, die mir selber gefallen.

Welche Art von Fotos machst du?
Inzwischen habe ich mich auf die Fotografie von klassischem Akt spezialisiert.





Mit welcher/welchen Kamera/s arbeitest du und warum?

Meine erste Kamera war eine Canon EOS 10D, die wahrlich keine schlechten Fotos gemacht hat. Inzwischen fotografiere ich mit der EOS 5D. Die hohe Auflösung ermöglicht auch großformatige Prints in hervorragender Qualität. Vor allem Rauschverhalten, Dynamik und die Präzision des Autofokus heben die 5D von den „kleinen“ Canons deutlich ab.

Welche Objektive setzt du ein und warum?
Meine Auswahl an Objektiven ist sehr klein. Ich arbeite mit dem Canon 28-200 mm 3.5-5.6 USM und dem Canon 50 mm 1.4 USM. Das universelle Zoomobjektiv harmoniert hervorragend mit der 5D und ist im Studio mein bevorzugtes Objektiv. Das 50 mm kommt eigentlich nur zum Einsatz, wenn ich extrem geringe Tiefenschärfe brauche oder nur mit kleinerseilakt Blendenzahl arbeiten kann. Solange ich mit den Ergebnissen der beiden Objektive zufrieden bin, werde ich kein größeres Arsenal an Objektiven brauchen.

Welche Locations (Studio, Outdoor, On Location) bevorzugst du und warum?
Ich bevorzuge eindeutig das Studio. Die drei Grundelemente der Fotografie sind Formen, Licht und Schatten. Im Studio, vor einem neutralen Hintergrund, lenkt nichts von diesen drei Grundelementen ab.

Hast du einen Fotografen als Vorbild?
Nein, keinen speziellen. Es gibt natürlich viele Fotos, die ich immer wieder gerne ansehe und von denen ich mich selber inspirieren lassen. Diese stammen aber von so vielen verschiedenen Fotografen, dass ich keinen besonderen nennen kann.

Welches ist dein Lieblingsbild und warum?
Wenn es um das Foto eines anderen geht, mag meine Antwort erstaunen, denn es hat praktisch nichts mit meiner persönlichen, fotografischen Vorliebe zu tun. Mein Lieblingsbild ist, zumindest derzeit, das Strawinsky-Portrait, das Arnold Newman 1946 in New York gemacht hat. Das Kernelement nimmt hier nur einen Bruchteil des Bildes ein und ist zudem noch in einer Bildecke angeordnet. Und obwohl die Linien des geöffneten Flügel-Deckels das Bild eigentlich deutlich dominieren, kehrt der Blick des Betrachters immer wieder in diese Bildecke zurück. Mich selber vermag dieses Bild zu fesseln.
Geht es um mein eigenes Lieblingsbild, so ist es das Bild ‚Nina’ (das erste Bild oben rechts im Interview). Ich persönlich finde das Foto in Bezug auf Pose, Bildaufteilung, Linien- und Lichtführung, Tonwerte und Mimik besonders gelungen.

Was ist dein Wunsch oder Traum für deine Fotografie, die du gerne einmal umsetzen würdest?
Wahrscheinlich wünscht sich jede(r), der mit Leidenschaft fotografiert, dass eines seiner/ihrer Fotos wirklich bekannt oder berühmt wird. So etwas „absichtlich“ zu schaffen, ist aber wohl nicht möglich. Zumal sich mir selber bei vielen weltbekannten Fotografien nicht wirklich erschließen will, warum sie so eine Berühmtheit erlangt haben.
Aber ich wünsche mir schon, dass möglichst viele andere Gefallen an den Fotos finden, die ich mache.


Weitere Infos unter www.td-fotodesign.de

 

 

 

 

 







Kommentare (1)add comment
Jürgen Pötzsch (Fairplay): Vorbilder und berühmte Fotografen
Hallo Thomas,

wir haben uns vor ein paar Wochen auf einem MK-Stammtisch in Heiligenhaus gesehen, aber (leider) nicht miteinander gesprochen. Aber das nur am Rande. Deine Art von Fotos gefällt mir total und ich sehe das ähnlich wie du, ich nutze u.a. auch deine Fotos als Inspiration und damit bist du auch eins meiner Vorbilder.

Auch deine Frage "warum einige Fotografen dieser Welt eine solche Berühmtheit erlangt haben" kann ich nur unterstützen. Vor einigen Monaten habe ich eine Reportage auf ARTE über David LaChapelle gesehen, weltweit hochgelobt, mit Preisen überschüttet und als Top-Fotograf anerkannt und vergöttert. Und eben jener Fotograf erzählt in dem Bericht, dass er von Beleuchtung, und Technik, von Blende und Belichtungszeit überhaupt keine Ahnung hat, dafür hat er seine Helfer die den Set einrichten und die Beleuchtung stellen, er selbst hält einfach blind drauf und von 1000 Fotos kommt eins dabei raus, das den Nerv der Welt trifft.

Also berühmt machen dich nicht die guten Fotos, sondern (wie immer im Leben) Glück und Beziehungen.

Mir gefallen deine Fotos jedenfalls außerordentlich gut, und damit bin ich nicht allein. ;-)

L.G.,
Jürgen
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April 26, 2007
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