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"11 Fragen an ...", die Serie auf La Garda stellt Fotografinnen und Fotografen mit einem kurzen Interview vor. Die Antworten auf die elf immer gleichen Fragen zeichnen ein Bild der Interviewten und ihrer Arbeit. In dieser Folge stellen wir die Fotografin Sandra Sadowski aus Kösching vor.

Wie alt bist du?
23, also noch recht jung.
Seit wann fotografierst du?
Eigentlich schon von Kindesbeinen an. Mit 7 habe ich meine erste analoge Kamera bekommen. Seit gut zwei Jahren fotografiere ich nun wieder aktiv.
Wie bist du zur Fotografie gekommen?
Durch meinen Onkel. Er ist begeisterter Dampflok-Fan und ich war als Kind sehr viel mit ihm, meinem Opa und meinem großen Bruder unterwegs. Da hat man das ein oder andere mit fotografiert. Damals mit einer russischen Analog-Kamera.
Zwischendrin dann immer wieder Urlaubsausflüge und Familienfeste sowie meinen kleinen Bruder mit meiner kleinen kompakten Fujifilm-APS-Kamera. Zurück zur Fotografie kam ich letztendlich durchs Modeln, was ich seit knapp drei Jahren nebenberuflich betreibe.
Warum fotografierst du?
Ich war schon immer ein kreativer Mensch. Mit Malen und Gesang ging es los. Malen mag ich heute aus Zeitgründen nicht mehr und mein Gesang unter der Dusche reicht mir derzeit. Meine Zeit im Kirchenchor ist zudem schon seit Jahren vorbei.
Fotografie ist für mich einfach mein Ausgleich zu meinem Beruf und meine Art, mich auszudrücken. Ich sitze beruflich täglich am Computer. Da bekommt man irgendwann einen Bürokoller. Alles, was sich angestaut hat, muss raus. Da greife ich dann zu meiner Kamera. Auch habe ich des Öfteren Auftragsarbeiten, weil mein Stil einfach gefällt.
Welche Art von Fotos machst du?
Ich fotografiere quer Beet. Models (alles), Natur, Architektur, Landschaft, Events (Hochzeiten, Shows, Konzerte), Familien, Kinder (auch Babys)... Alles ist eine Herausforderung und Herausforderungen liebe ich.
Stürzende Linien, gewollte Unschärfe, aber doch schlicht und einfach, das sind meine Markenzeichen.
Shootings mit Model fordern mich zusätzlich, da ich es einfließen lassen kann, wie sich das Model mir gegenüber gibt. Aber schlechte Bilder gibt es deswegen nicht. Das, was ich rüber bringe, soll den Betrachter einfach zum Nachdenken anregen.
Von „Todbearbeitung“ der Bilder halte ich nichts. Wenn ich bearbeite, dann nur ganz wenig. Es sollte schon bei der Aufnahme alles stimmen. Und die Models freuen sich auch, wenn sie ihre Bilder zeitnah bekommen.
Mit welcher/welchen Kamera/s arbeitest du und warum?
Ich finde, dass es heutzutage nicht mehr so auf die Ausrüstung ankommt, um gute Bilder zu machen. Nach wie vor nehme ich meine Canon EOS 350D. Hat in mein Budget gepasst und ich hab noch allerhand Zubehör dafür bekommen. Zudem kann man sie gut handhaben, was mir sehr wichtig ist. Gute Testergebnisse hat(te) sie außerdem.
Wenn ich mal viel Geld habe, dann werde ich auch ein eigenes Studio aufbauen und eine andere Kamera anschaffen. Aber bisher kann ich nur davon träumen.
Welche Objektive setzt du ein und warum?
Mein Lieblingstele ist ein Tamron-Objektiv. Das Preis-Leistungsverhältnis hat gestimmt. Die Tiefenschärfe ist auch Wahnsinn. Dazu habe ich noch das Standard-Objektiv von Canon (aus dem Kit). Derzeit völlig ausreichend. An einem zweiten Teleobjektiv und einem Weitwinkel-Objektiv arbeite ich noch.
Welche Locations (Studio, Outdoor, On Location) bevorzugst du und warum?
Ich bin ganz klarer Outdoor-Fan! Leider ist es bei schlechtem Wetter nicht ganz einfach mit einem Model draußen zu fotografieren. Entweder machen dich die Kälte oder die Nässe mürbe. Im Sommer die Hitze oder die Mücken, die einen auffressen, während man versucht, stilvolle Bilder am Weiher zu machen.
Alleine fotografiere ich aber bei jedem Wetter. Bin da bestens ausgerüstet. Bei Gewitter muss ich unbedingt raus!
On Location ist für mich natürlich immer abhängig von der Location. Das schaue ich mir möglichst vorher an, damit ich weiß, was ich alles brauche. Ich besitze keine portablen Blitze oder dergleichen. Mit Baustrahlern fange ich gar nicht erst an. Natürliches Licht und die Stimmung so rüber zu bringen, dass sie der Betrachter spürt, sind mir wichtig.
Hast du einen Fotografen als Vorbild?
Früher war es mal Anne Geddes. Meine Freunde haben mir immer diese süßen Postkarten zum Geburtstag oder Weihnachten geschickt. Toll fand ich auch immer die Poster aus der Girl (Fantasy).
Heute hab ich kein Vorbild mehr. Dafür bin ich einfach zu vielseitig, um mich auf eine Richtung festzulegen.
Welches ist dein Lieblingsbild und warum?
Ich mag Bilder von Mark Sink. Vielseitig, teils mit gewollter Unschärfe, klasse s/w.
Und Popart (Andy Warhol).
Was ist dein Wunsch oder Traum für deine Fotografie, die du gerne einmal umsetzen würdest?
Es gibt noch viele Ideen, die ich noch umsetzen möchte. Offene und zuverlässige Models sind jederzeit willkommen - überzeugt mich! Wichtig ist mir, dass mein Portfolio groß bleibt, ich stilvoll weiter fotografiere und dabei meinen Humor nicht verliere.
Wo es mich hin bringt, werden wir in ein paar Jahren sehen. Derzeit arbeite ich gerade dran, die Fotografie zu meinem zweiten Nebenberuf auszubauen, TFP-Shootings wird es trotzdem noch geben.
Weitere Infos unter www.sandra-foto.de.tf
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