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"11 Fragen an ...", die Serie auf La Garda stellt Fotografinnen und Fotografen mit einem kurzen Interview vor. Die Antworten auf die elf immer gleichen Fragen zeichnen ein Bild der Interviewten und ihrer Arbeit.
In dieser Folge stellen wir den Fotografen und La Garda Autoren Pit Hermann aus der Nähe von Augsburg vor.

Wie alt bist du?
Das mit dem Alter ist so eine Sache, da es mich nie wirklich interessiert und ich zu faul bin, das jedes Mal auszurechnen. Wenn mich einer fragt, nenne ich einfach immer mein Baujahr, denn das bleibt bekanntlich immer gleich. Also lautet die Antwort auf deine Frage: Baujahr 1957 und weißt du, was genial ist?
Meistens oder zumindest sehr oft fällt der Herbstanfang auf den 23. September, und in einem guten Kalender steht das drin, also hab ich es da recht einfach, ich brauche ja nur nachzuschauen und sehe meinen Geburtstag.
Seit wann fotografierst du? 
Gute Frage. Also wenn man mal die Ritsch-Ratsch-Zeiten weglässt, hielt ich meine erste eigene Spiegelreflex so ca. mit 17 oder 18 in den Händen. Oh man, da habe ich lange und hart für gespart. Aber ich glaube, dass die Sucht nach dem Fotografieren ihren Anfang schon zu Ritsch-Ratsch-Zeiten genommen hat.
Wie bist du zur Fotografie gekommen?
Ich habe einen ziemlich starken Sehfehler. Heute ist das kein Problem und kann mit einer Brille gut korrigiert werden, aber damals ... Erkannt wurde das, als ich zur Schule kam. Da sich mein Sehvermögen aber sehr drastisch verschlechterte, stand die Vermutung im Raum, dass ich kurz oder mittelfristig blind werden könnte. Das war, als ich ca. 11 oder 12 war und diese Nachricht war natürlich ein Schock für mich. Ich konnte mir als Kind vom Lande eine Welt ohne Sehen nicht vorstellen.
Damals kam ich dann auf die Idee, mir so viel wie möglich und gut anzusehen und mir zu merken, denn dann hätte ich ja die Bilder im Kopf. Da ich aber in Sachen Malerei und Zeichnen eine absolute Null bin, kam mir dann meine erste Ritsch-Ratsch sehr zu Gute, denn so konnte ich schnell vieles festhalten und dann später in Ruhe genau ansehen. Ich denke, das ist genau der Punkt, wo alles anfing.
Warum fotografierst du?
Weil es mir sehr viel Spaß macht, du kannst ja mal meine Modelle fragen, wie es bei den Shootings zugeht. Außerdem ist es immer wieder eine Herausforderung, schöne Dinge, Momente, Augenblicke und Menschen auf Photos zu bannen. Letztendlich natürlich auch, um Geld zu verdienen, denn leben muss man ja auch.
Welche Art von Fotos machst du?
Ich fotografiere am liebsten Menschen und da alles von Beauty bis Akt.
Ich halte aber auch gerne schöne Momente in der Natur fest.
Ansonsten halt entsprechend meiner Aufträge.
Mit welcher/welchen Kamera/s arbeitest du und warum?
Zurzeit arbeite ich am liebsten mit meinen Sigma DSLRs und warte auf die Lieferung der neuen SD14.
Die Sigma bringt mir das Ergebnis, was ich möchte und erwarte. Außerdem führt sie mit ihrer integrierten Software kein starkes Eigenleben, sondern macht, was ich möchte.
Welche Objektive setzt du ein und warum?
Da zur Zeit keiner Objektive mit Sigma-Anschluss baut, verwende ich ausschließlich Sigma-Objektive. Meistens setze ich Zoom-Objektive mit unterschiedlichen Brennweitenbereichen ein, damit ich die nötige Flexibilität und Freiheit während des Shootings habe.
Welche Locations (Studio, Outdoor, On Location) bevorzugst du und warum?
Ich bevorzuge keine besondere Location, es kommt immer drauf an, was ich machen möchte oder soll. Nicht alles lässt sich in jeder Location realisieren.
Hast du einen Fotografen als Vorbild?
Da ein Vorbild auch Nacheifern bedeutet, habe ich kein Vorbild, denn ich habe meine eigenen Ideen und Vorstellungen. Natürlich gibt es aber von verschiedenen Fotografen Arbeiten, die mir sehr gefallen. Aber dadurch werden sie nicht meine Vorbilder.
Welches ist dein Lieblingsbild und warum?
Das „eine“ Lieblingsbild habe ich nicht. Ich glaube, wenn ich diese Entscheidung treffen wollte, müsste ich mich Monate lang zurückziehen, um am Ende doch aufzugeben.
Was ist dein Wunsch oder Traum für deine Fotografie, die du gerne einmal umsetzen würdest?
Träume und Wünsche im Bereich Fotografie habe ich noch und ich hoffe, die meisten auch noch umsetzen zu können. Denn nur wer es versucht, kann es auch schaffen. Am schwersten zu realisieren wird wohl der Wunsch sein, mit ein paar Modellen durch die USA zu ziehen oder die Trans-Americana runter zu fahren und in schönen Gegenden oder an tollen Locations Fotos zu machen. Aber man sollte eben nie „nie“ sagen.
Weitere Infos unter www.pit-hermann.de
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