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La Garda

   
11 Fragen an: Patrick Gehrig
Geschrieben von Gianfranco La Garda   
Samstag, 08 November 2008

pat"11 Fragen an ...", die Serie auf La Garda stellt Fotografinnen und Fotografen mit einem kurzen Interview vor. Die Antworten auf die elf immer gleichen Fragen zeichnen ein Bild der Interviewten und ihrer Arbeit. In dieser Folge stellen wir den Fotografen Patrick Gehrig aus Bern (Schweiz) vor.
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Wie alt bist du?
39.

Seit wann fotografierst du? 
Angefangen mit der Fotografie habe ich schon im Alter von fünf Jahren.

a6f78fb48c226071b58b87f8b36Wie bist du zur Fotografie gekommen?
Meine Eltern ließen damals ihre Polaroid-Kamera unbeaufsichtigt rumliegen. Meine ersten Bilder würde man heute wohl als „Modern Art“ bezeichnen.
Es war für mich in meinen kindlichen Anfängen faszinierend und geheimnisvoll zugleich, wie aus diesem Gerät Bilder rauskommen.

Warum fotografierst du?
Mein größter Berufswunsch war immer der des Fotografen. Doch fehlte mit damals der Mut und wohl noch mehr die Überzeugung diesen Weg zu gehen.
Trotzdem sind Bilder immer ein Teil meines Lebens geblieben und der Wunsch, all diese Farben und Formen festzuhalten, hat mich über die Jahre nie losgelassen.
Nachdem ich mich mit fast allen Gebieten der Fotografie beschäftigt habe, interessieren mich heute vor allem großartige Fotografien von Menschen - in all ihrer individuellen Vielfalt an Ausdruck, Emotionen, Schönheit und Lebendigkeit. Gerade diese Vielfalt gibt mir die Möglichkeit, mich einfach fallen zu lassen. Manchmal empfinde ich Fotografieren wie ein Eintauchen in eine Phantasiewelt. Frei und losgelöst von all den kleinen und großen Problemen die der Alltag mit sich bringt!

Welche Art von Fotos machst du?
Ich unterscheide hier zwischen meinen privaten Arbeiten und den Kundenshootings.
Bei den Kundenshootings handelt es sich hauptsächlich um die klassischen Gebiete mit den in etwa immer selben Posen, privat sind meine Fotografien sehr vielfältig und ich liebe es, immer wieder neue Bildideen auszuprobieren. Porträt und Aktfotografie sind aber auch hier meine bevorzugten Arbeitsgebiete. Wenn ich meine Poträtbilder beschreiben müsste, dann wären Sinnlichkeit, Romantik, Träumereien und Natürlichkeit sicher passend.
Ich bin mittlerweile in der glücklichen Lage, dass ich mir meine Modelle aussuchen kann. Deshalb ist es für mich schon fast eine Voraussetzung, dass ein Model, das mit mir arbeiten will, sehr natürlich sein muss.
Bei der Aktfotografie mag ich es, wenn ich die Phantasie des Betrachters anregen kann. Sei es durch Licht und Schatten oder aber durch Posen, die nur soviel zeigen wie nötig.

Mit welcher/welchen Kamera/s arbeitest du und warum?
Ich arbeite gerade im Studio oft mit einer Canon EOS 5D. Sie bietet mir die nötige Auflösung und hat den Vorteil eines Vollformatsensors. Outdoor oder auf Reisen kommt dann meisten noch meine alte Canon AE1, eine EOS 3 oder eine Mamiya RZ mit. Da ich selber noch ins Labor gehe, hat die analoge S/W-Fotografie bei mir einen immer noch sehr hohen Stellenwert.

c6eab22b437138fc574d39b6f3fWelche Objektive setzt du ein und warum?
Mein Lieblingsobjektiv ist sicher das Canon EF 70-200 mm f/2.8L. s überzeugt durch die Abbildungsqualität und durch den Brennweitenspielraum.
Da ich gerne mit Offenblende arbeite sind weitere Favoriten das Canon EF 85 mm f/1.8 und an der AE1 das Canon FD 200 mm f/2.0.

Welche Locations (Studio, Outdoor, On Location) bevorzugst du und warum?
Jede Location hat ihren Reiz. Kommt immer auf die Idee an. Aber am liebsten arbeite ich Outdoor bei bewölktem Himmel. Ich bevorzuge flaches und schattenfreies Licht.
Durch die große Vielfalt an Outdoor-Örtlichkeiten ist es so immer möglich, die Ideen zu 100 Prozent auf Model und Location abzustimmen.

Hast du einen Fotografen als Vorbild?
Vorbild ist vielleicht der falsche Ausdruck. Ich bewundere aber die Arbeiten von Peter Lindbergh und Gabriele Rigon. Beide überzeugen in vielen ihrer Bilder mit einer unwahrscheinlichen Natürlichkeit. Genau so wie ich es in vielen meinen Bildern versuche.
Außerdem sind beide genannten Fotografen sehr kommunikativ.

Welches ist dein Lieblingsbild und warum?
Ich habe mehrere Lieblingsbilder. Es sind Bilder, die ich von Menschen gemacht habe, die mir sehr viel bedeuten. Es sind Erinnerungen an besondere Erlebnisse oder an einen Augenblick, den ich mit ihnen erleben durfte. Manchmal vielleicht technisch nicht perfekt, aber für mich von sehr emotionalem Wert.

Was ist dein Wunsch oder Traum für deine Fotografie, die du gerne einmal umsetzen würdest?
Ich würde gerne einmal Bilder für den Pirelli Kalender fotografieren (grinst).


Mehr Infos unter www.digitalmoments.ch  

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