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11 Fragen an: Michael Birmanns
Geschrieben von Gianfranco La Garda   
Sonntag, 11 Februar 2007

ichprofil-kopie-1"11 Fragen an ...", die Serie auf La Garda stellt Fotografinnen und Fotografen mit einem kurzen Interview vor. Die Antworten auf die elf immer gleichen Fragen zeichnen ein Bild der Interviewten und ihrer Arbeit. In dieser Folge stellen wir den Fotografen Michael Birmanns aus Aachen vor.
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Wie alt bist du?
25 Jahre alt.

Seit wann fotografierst du?  save-the-last-dance
Seit drei Jahren fotografiere ich „bewusst“. Alles davor diente nur Dokumentationszwecken bei Partys oder im Urlaub. Alles, was ich konnte, war den Auslöser drücken und eigentlich konnte ich noch nicht mal das.

Wie bist du zur Fotografie gekommen?
Ein guter Freund brachte die ganze Sache ins Rollen. Er war ein großartiger Maler und glaubte, in mir eine gewisse Begabung für die Fotografie zu erkennen.
Da ich selbst keine Kamera besaß und ich ständig mit seiner Canon Ixus rumspielte, riet er mir, eine eigene Spiegelreflex zuzulegen, um mehr über die Fotografie zu lernen.
Kurz darauf kaufte ich mir eine alte analoge Nikkormat, mit der ich meine ersten Gehversuche machte.
Auf Grund einer tödlichen Krankheit, schenkte er mir ein paar seiner Objektive, ohne die ich 90 % meiner Bilder nie hätte machen können.Ich danke dir nochmals von hier unten Pille.

Warum fotografierst du?
Ich habe schon immer gerne kreativ gearbeitet. Bevor ich angefangen habe zu fotografieren, habe ich schon Jahre davor gemalt und gezeichnet und mache das auch heute noch. Ich will jedoch meistens das Bild schon fertig haben, bevor ich überhaupt den ersten Strich gemacht habe. Ich bin was das betrifft sehr ungeduldig.
Mit der Fotografie habe ich für mich ein Medium gefunden, Eindrücke und Ideen gezielt und vor allem schnell in die Tat umzusetzen.
Fotografie ist das perfekte Medium für ungeduldige Maler (lacht).

Welche Art von Fotos machst du?
Also entweder ich inszeniere ein Foto bis ins Detail oder es entsteht ganz spontan. Ich kann jedoch sagen, dass ich bei all meinen Bildern mehr Wert auf die Stimmung als auf das Motiv selbst lege. Das ist das Allerwichtigste für mich.
Das Bild muss eine bestimmte Anmutung besitzen, mit der ich nicht nur eine Situation oder eine Stimmung abbilde, sondern sich auch ein Gefühl in mir widerspiegelt.
Wir fotografieren das Leben ja nicht nur wie es ist, sondern eben meist wie WIR es sehen oder sehen wollen.
Stures Abbilden ist nicht mein Fall und gibt mir nichts.

Mit welcher/welchen Kamera/s arbeitest du und warum?
Ich fotografiere mit einer analogen Nikon F90X, weil ich mit dieser Kamera einfach 100 % zufrieden bin. Sie hat alles, was ich brauche und hat mich bisher nie im Stich gelassen.
Meine alte Nikkormat kommt manchmal auch noch zum Einsatz. Abgesehen von ihrem etwas ungenauen Belichtungsmesser liebe ich dieses Teil einfach. Kein Schnickschnack, rein mechanisch und wahnsinnig robust.
Ab und zu greife ich auch zu meiner Holga Toykamera. Es ist echt witzig, was man für traumhaft- surreale Bilder aus diesem unscheinbaren Plastikhaufen rausholen kann. Sollte jeder mal mit experimentiert haben.

Welche Objektive setzt du ein und warum?
Ich verwende größtenteils Festbrennweiten. Mit Vorliebe mein manuelles 17 mm Tokina Fisheye und ein 50 mm Nikon AF Objektiv.
Das 17 mm Tokina ist eines der geschenkten Objektive. Es hat einfach einen genialen Weitwinkel, mit dem ich auch die hier abgebildeten Fotos machte.
Das Nikon 50 mm AF ist mit seinen 1:1,8 schön lichtstark und gibt einem auch mit Rotfilter noch genügend Belichtungsspielraum. Es ist insbesondere bei Portraits ein Hammerteil!

isonullgradWelche Locations (Studio, Outdoor, On Location) bevorzugst du und warum?
Hat alles was. Kommt drauf an was man vorhat. Da ich aber meist mit Available light arbeite und mein Praktikum im Fotostudio vorbei ist, tendiere ich eher zu Outdoor. Besonders mag ich es auch, mit lichtempfindlichen Filmen (1600- 3200 ISO) in spärlich beleuchteter Umgebung zu fotografieren.

Hast du einen Fotografen als Vorbild?
Diane Arbus war eine großartige Fotokünstlerin! Ich habe selten Fotografien mit einer solch unverwechselbaren Handschrift gesehen. Leonard Freed ist auch ganz großartig, Donata Wenders und ooooh ja Martin Parr!

Welches ist dein Lieblingsbild und warum?
Da gibt es wirklich viele ...
Kenne jetzt keins spontan beim Namen!
 
Was ist dein Wunsch oder Traum für deine Fotografie, die du gerne einmal umsetzen würdest?
Ich würde gerne mal in einem Krankenhaus Fotos machen und den Alltag der Ärzte dokumentieren. Generell Menschen bei der Arbeit.


Weitere Infos unter http://home.fotocommunity.de/isonull

 

 

 

 

 







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