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"11 Fragen an ...", die Serie auf La Garda stellt Fotografinnen und Fotografen mit einem kurzen Interview vor. Die Antworten auf die elf immer gleichen Fragen zeichnen ein Bild der Interviewten und ihrer Arbeit. In dieser Folge stellen wir den Fotografen Gunter Regge aus Frankfurt am Main vor.

Wie alt bist du?
44 Jahre jung, manchmal etwas älter, manchmal jünger, kommt auf die Tagesform an.
Seit wann fotografierst du?
Eigentlich immer mal wieder, jedoch waren früher immer auch längere Pausen dazwischen. Da war es noch mehr Knipserei, intensiv beschäftige ich mich wieder seit vier Jahren mit der Fotografie.
Wie bist du zur Fotografie gekommen?
Durch meine Mutter, sie arbeitete als Journalistin für eine große Tageszeitung und früher haben die Reporter berichtet und fotografiert. Da man damals analog fotografierte, mussten die Bilder schnell im heimischen Labor selber entwickelt werden, was mich mich sehr faszinierte. Meine Mutter schenkte mir in sehr jungen Jahren eine eigene Kamera, mit der ich knipsen konnte.
Dann, einige Jahre später kam mein erster langer Urlaub, sechs Monate in den Staaten und das wollte ich alles mit meiner Minolta X-700 festhalten. Danach habe ich knapp zwei Jahre im Eventbereich für eine Frankfurter Zeitschrift fotografiert. Durch einen anderen Job musste ich dann aufhören und die Kamera wurde erstmal zur Seite gelegt. Bis die digitale Zeit anfing. Das war für mich ein neuer Anfang.
Warum fotografierst du?
Die Kreativität, die in der Fotografie steckt ist fast unendlich, dieses zu entdecken, sich dabei teilweise weiter zu entwickeln, ist das Spannende für mich.
Welche Art von Fotos machst du?
Angefangen habe ich mit Landschaft und Architektur, durch die Freundschaft zum Fotografen Frank Gimbel bin ich jetzt aber bei der Fashion/Glamour Fotografie „gelandet“, aber auch Portrait oder Akt kommt dabei vor. Die Zusammenarbeit mit dem Menschen vor der Kamera ist dabei das Spannende.
Mit welcher/welchen Kamera/s arbeitest du und warum?
Ich bin bei Canon gelandete und fotografiere mit der 10D, ein schöner Lastesel, der vieles aushält. Warum ist eine gute Frage, damals musste ich mich entscheiden und es war halt Canon.
Aber im Prinzip ist die Kamera völlig egal, denn immerhin muss der Mensch dahinter noch das Bild gestalten und alles arrangieren.
Welche Objektive setzt du ein und warum?
Da ist vieles vertreten, von 8 mm bis 300 mm, je nach Lust und Laune. Ich benutze auch gerne mal ein Weitwinkel für Fashionfotografie, bin also nicht festgelegt. Das 50 mm ist aber auch ein feines Objektiv für den Alltag. Wichtig bei Objektiven ist die Qualität. Spart lieber länger auf ein gutes Objektiv als euch am Ende zu ärgern und doppelt zu bezahlen, weil das „günstigere“ Objektiv nicht das hält, was ihr euch versprochen habt.
Welche Locations (Studio, Outdoor, On Location) bevorzugst du und warum?
Seitdem ich einen Porty habe fast nur noch Outdoor. Die Möglichkeiten sind einfach vielfältiger. Dabei spielen viele Faktoren eine Rolle damit ein Bild überhaupt gelingt. Im Studio hat man halt mehr Ruhe, um ein Foto zu gestalten und ist wetterunabhängig, daher marschiere ich dann manchmal im Winter in ein Studio.
Hast du einen Fotografen als Vorbild?
Ein direktes Vorbild habe ich nicht, dafür mag ich zu viele gute Fotos von verschiedenen Fotografen, zudem möchte man ja einen eigenen Stil entwickeln.
Welches ist dein Lieblingsbild und warum?
Ein direktes Lieblingsbild habe ich nicht, zudem wächst man auch mit neuen Bildern. Ein neues löst dann ein altes, lieb gewonnenes Bild ab. Sei es durch eine besondere Geschichte zu einem Bild oder einer ganz besonderen Location wie z.B. über den Dächern von Frankfurt.
Was ist dein Wunsch oder Traum für deine Fotografie, die du gerne einmal umsetzen würdest?
Es gibt viele Wünsche, große und kleine, Shootings an besonderen Orten aber auch für eine Modelagentur zu fotografieren wäre schon ein Ziel. Zudem auch mal einem bekannten Fotografen über die Schulter schau zu können, wie er arbeitet.
Aber das wichtigste ist, weiter zu kommen in der persönlichen Entwicklung, offen bleiben für neue Dinge und nicht zum Passbildfotografen zu verkommen.
Mehr Infos unter www.guregge.de
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