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Die Pose des Models sollte einen klaren Bezug zum Licht aufnehmen. Eine Seite des Körpers verschwindet vollständig im Schatten, der andere wird durch das Licht betont. Das Gesicht des Models ist deshalb in der Regel zum Licht hin orientiert. Bei der Festlegung des Bildausschnittes geben Sie dem Blick des Models genügend Raum. Die im Dunkeln liegende Körperhälfte können Sie auch problemlos auslassen. Solche Bilder leben zum größten Teil durch die Formen und die Platzierung der Elemente im Bild. Low-Key mit zwei BlitzenSetzen Sie auf der gegenüberliegenden Seite ein zweites Striplight ein, so erhalten Sie ein klassisches Zangenlicht. Es empfiehlt sich dabei, die eine Lichtquelle als Hauptlicht ein bis zwei Blendenstufen stärker als das zweite Licht einzustellen. Das erzeugt eine spannendere Lichtstimmung. Mit dem Einsatz von Reflektoren und Lichtschluckern können Sie die Stärke der Schattenwirkung auf dem Körper steuern. Bei der Pose des Models sollten Sie darauf achten, dass sich das Gesicht in Richtung einer der beiden Lichtquellen orientiert.
Schaut das Model direkt in die Kamera (was bei klassischen Aktaufnahmen sowieso eher selten ist), so wird es sehr dunkel wiedergegeben. Hier benötigt das Model klare Anweisungen von Ihnen, wie die Pose zu gestalten ist, denn es sieht ja die Lichtwirkung auf dem eigenen Körper nicht. Beobachten Sie deshalb genau, wie schon kleine Veränderungen der Position die Licht- und Schattenwirkung beeinflussen, und wählen Sie die wirkungsvollsten Stellungen aus.
Das Histogramm dieser Aufnahme zeigt eine typische Verteilung der Tonwerte bei Low-Key-Aufnahmen. Der Mittelwert liegt bei 42,5 (Schwarz = 0, Weiß = 255). Die meisten Tonwerte liegen in den Tiefen mit kleineren Bereichen in den Lichtern. Bei dieser Aufnahme wird das ganze Tonwertspektrum ausgenutzt. Das Zangenlicht eignet sich nicht nur sehr gut für Ganzkörperaufnahmen und Halbakte, auch Körperdetails können so sehr schön aufgenommen werden. Und manchmal entdecken Sie während des Shootings plötzlich einen besonders schönen Ausschnitt. Zögern Sie dann nicht und machen Sie davon eine Detailaufnahme.
Hintergrund Low-KeyWeniger ist bei Low-Key-Aufnahmen mehr. Durch einen sparsamen Umgang mit dem Licht und der Zahl der Blitzgeräte erhalten die Bilder eine große visuelle Kraft und durch die starke Licht- und Schattenwirkung eine dreidimensionale Wirkung. Low-Key-Aufnahmen wirken immer sehr grafisch, und mit klaren, einfachen Formen erzielen Sie die stärkste Wirkung. Aufgrund der Betonung der Grafik werden Low-Key-Aufnahmen mehrheitlich in Schwarzweiß gezeigt.High-Key ohne Überstrahlung
Bei den High-Key-Aufnahmen bewegen wir uns in einer ganz anderen Welt.
Das Model sollte zudem eine nicht zu dunkle Haut haben, damit diese durch das starke Licht einen noch helleren Ton erhält. Für High- Key-Aufnahmen eignen sich vor allem sehr große Softboxen, die das Motiv gleichmäßig ausleuchten. Mit Standardreflektoren können Sie indirekt über die weißen
Auch bei High-Key-Aufnahmen spielt die Pose und die Form eine wichtige Rolle. Die Schönheit und Anmut des Models wird durch die helle und leichte Lichtstimmung betont. Mit dunklen Elementen kann ein Kontrapunkt gesetzt werden, der dem Bild mehr Spannung gibt. Das Histogramm der Aufnahme unten rechts zeigt eine typische Verteilung der Tonwerte bei High- Key-Aufnahmen.
Der Mittelwert liegt mit rund 200 klar im Bereich der Lichter. Das ganze Tonwertspektrum wird bei dieser Aufnahme ausgenutzt, ohne dass es zu Überstrahlungen kommt. Sowohl im linken (bei den Tiefen) als auch im rechten Bereich des Histogramms (bei den Lichtern) gehen die Werte wieder auf 0 zurück. High-Key mit ÜberstrahlungBei Modeaufnahmen für Zeitschriften muss das Model häufig freigestellt werden. Das geht am einfachsten, wenn die Aufnahme vor einer weißen Rückwand gemacht wird. Wenn die Rückwand mindestens zwei Blendenstufen mehr Licht bekommt als das Model, so wird sie vollständig reinweiß (und somit überstrahlt) abgebildet. Das Model lässt sich dann ganz einfach in der Bildbearbeitung freistellen. Solche Aufnahmen sind gar nicht so einfach wie es den Anschein hat.
Das erste Problem ist die gleichmäßige Ausleuchtung der Rückwand. Diese sollte gerade so hell sein, dass alles reinweiß gezeigt wird, aber doch nicht zu hell, damit die Bildqualität nicht durch das von der weißen Rückwand abgestrahlte Licht beeinträchtigt wird. Da eine Vorsatzlinse vor dem Objektiv bei Gegenlichtaufnahmen häufig zu leichter Schleierbildung neigt, sollten Sie sie bei solchen High-Key-Aufnahmen entfernen. Ein zweites Grundproblem liegt beim Model: Die starke Rückstrahlung der Rückwand führt beim Model häufig zu Überstrahlungen. Mit Lichtschluckern auf beiden Seiten können Sie das verhindern.
Dadurch trennen Sie die Beleuchtung des Models von der Beleuchtung der Rückwand. Nun können Sie beide Bereiche separat einstellen. Messen Sie zuerst das Licht bei der Rückwand (beide seitlichen Blitzlichter auf maximaler Leistung) und stellen Sie dann das Blitzlicht beim Model so ein, dass die Belichtung circa zwei Blenden darunter liegt. Für eine möglichst gleichmäßige Ausleuchtung der Rückwand eignen sich hohe Striplights und Schirme am besten. Es geht aber auch mit Standardreflektoren, allerdings sind die Lichtkegel dann nicht mehr so gleichmäßig, so dass die Rückstrahlung stärker wird. Die Qualität der Ausleuchtung können Sie am Display der Kamera gut überprüfen. Bei solchen High-Key-Bildern sieht das Histogramm etwas anders aus. Auch hier liegt der Mittelwert (213) klar in den Lichtern. Allerdings sinkt das Histogramm auf der rechten Seite nicht gegen 0 ab, sondern steigt im Gegenteil stark an. Sie erkennen solche überstrahlen Bereiche auch gut auf Ihrem Kameradisplay gleich nach der Aufnahme. Stellen Sie Ihre Kamera so ein, dass solche Bereiche im Bild blinken. Dann können Sie die Wirkung der Lichtsteuerung und der Belichtungseinstellung schon am Kameradisplay genau beurteilen. Hintergrund High-Key
Viel Licht und helle Oberflächen werden bei High-Key-Aufnahmen eingesetzt. Es wird eine gleichmäßige
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